Ist nachhaltiger Konsum nur etwas für Reiche?
Nein, ganz im Gegenteil. Die Höhe des verfügbaren Einkommens beeinflusst sehr stark die Umweltbelastung in Folge unseres Konsums. Je höher das Einkommen ist, desto mehr CO2-Emissionen verursacht ein Mensch durchschnittlich. Dafür gibt es zwei zentrale Gründe: höhere Emissionen bei der Mobilität und ein insgesamt höheres Konsumniveau. Ein hohes Einkommen und hoher Wohlstand bieten aber auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Lebensstil, zum Beispiel wenn es um Maßnahmen geht, die hohe Investitionskosten erfordern – wie die Installation einer Photovoltaik-Anlage, die Optimierung der Heizanlage, die Dämmung des Hauses oder die Wahl der besten Effizienzklasse bei der Neuanschaffung von Elektrogeräten.
Aber auch Menschen mit geringem Einkommen belasten durch ihren Konsum die Umwelt. Durch umweltfreundliches Verhalten lässt sich in den Bereichen Heizenergie, Stromverbrauch, Mobilität, Ernährung und Abfallvermeidung auch ohne Kostenaufwand viel für die Umwelt tun. Für jeden Geldbeutel gibt es deshalb geeignete Maßnahmen des nachhaltigen Konsums.
Weiterführende Informationen:
Verwandte Fragen
- Wer ist verantwortlich dafür, dass Konsum nachhaltig wird?
- Darf der Staat Konsumentscheidungen beeinflussen?
- Was kann man durch freiwilligen nachhaltigen Konsum überhaupt erreichen? Brauchen wir dafür nicht eher politische Regelungen?
- Was können Verbraucher*innen tun, um nachhaltiger zu konsumieren?
- Ist der Konsum in Deutschland in den vergangenen Jahren nachhaltiger geworden?
- Welchen Anteil hat der Konsum an den Treibhausgasemissionen insgesamt?
- Wie hoch sind die Treibhausgasemissionen pro Person in Deutschland und wie viel wäre klimaverträglich?
- Was ist nachhaltiger Konsum?