Im Zuge des globalen Klimawandels erwärmt sich auch die Antarktis. In den letzten 50 Jahren stiegen die mittleren Jahrestemperaturen an der Antarktischen Halbinsel um 2,6°C. Einzig die Arktis, insbesondere Spitzbergen, erwärmt sich noch schneller. Rekordwerte von über 18°C wurden im Februar 2020 an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel auf Seymor Island gemessen. In der Ostantarktis ist die Erwärmung der Lufttemperaturen bislang sehr gering ausgefallen. Für den gesamten Kontinent beträgt die Erwärmung 0,12°C pro Jahrzehnt.
Die über dem Südpolarmeer vorherrschenden Westwinde verstärken und verschieben sich seit den 1980er Jahren. Sie haben den Zirkumpolarstrom, der sich um den Kontinent bewegt, bereits 50 bis 80 Kilometer nach Süden verschoben. Mit der Verstärkung der Westwinde wird auch eine Erhöhung der Niederschlagswerte angenommen.