Erneuerbare Energien im Verkehr
Der Verkehrssektor ist der Sektor mit dem geringsten Anteil an erneuerbaren Energiequellen. Einschließlich des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien im Schienen- und Straßenverkehr betrug der Anteil seit dem Jahr 2008 bis zum Jahr 2019 kontinuierlich zwischen fünf und sechs Prozent (siehe Abb. „Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Verkehr“).
- Im Jahr 2020 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor deutlich von 5,5 % (2019) auf 7,5 %. Ursache für den verhältnismäßig starken Anstieg waren verschiedene Faktoren, insbesondere die Anhebung der Treibhausgas-Minderungsquote von 4 % auf 6 %.
- Im Jahr 2021 sank – trotz gleichbleibender THG-Quote von 6 % – der Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch wieder deutlich unter den relativ hohen Wert von 2020. Dies lag vor allem an Mechanismen der Erfüllung der Treibhausgas-Minderungsquote (Übertragungsregelungen im Zuge der der THG-Quote in den Jahren 2019 bis 2021, verstärkte Anrechnungen sogenannter Upstream-Emissionsminderungen bei der Kraftstoffherstellung zur Erfüllung der THG-Quote).
- Im Jahr 2024 liegt der Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch im Verkehr bei 7,3 %. Wichtigster Treiber der Entwicklung der letzten Jahre war vor allem der erneuerbare Strom, dessen Verbrauch seit 2020 um 75 % anstieg, während gleichzeitig die Summe der eingesetzten Biokraftstoffe zurückging.