Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sammeln systematisch Umweltproben aus repräsentativen Ökosystemen in Deutschland. Sie charakterisieren die Proben und lagern sie bei Temperaturen unter minus 150 Grad Celsius ein, damit sich die chemische Zusammensetzung der Inhaltsstoffe über Jahrzehnte nicht ändert. Das Archiv für Umweltproben befindet sich im Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Schmallenberg.
Die Teilbank Humanproben der UPB archiviert menschliche Probenmaterialien: Blut, Blutplasma, Urin, Speichel und Haare. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen die Stoffeinträge in den Organismus und Prozesse der Stoffverteilung und -umwandlung im Menschen erfassen. Mithilfe dieses Archivs können sie analysieren, mit welchen Schadstoffen und in welcher Menge die Menschen in Deutschland belastet sind und wie sich dies im Laufe der Zeit änderte. Das Archiv für Humanproben wird im Auftrag des Umweltbundesamtes durch das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT betrieben.
Die Aufgaben bei der Sammlung von Humanproben für die UPB sind:
- regelmäßig menschliche Probenmaterialien aus geeigneten Stichprobenpopulationen zu nehmen,
- die Proben langfristig und veränderungsfrei zu lagern,
- die Lebensumstände der Testpersonen mithilfe eines standardisierten Fragebogens zu dokumentieren,
- rückblickende Untersuchungen: frühere Messergebnisse mit neuen analytischen Verfahren zu überprüfen sowie zu untersuchen, wie stark ältere Proben mit Schadstoffen belastet sind, die erst heute entdeckt wurden,
- die Schadstoffbelastung der Testpersonen und die zeitliche Veränderung dieser Belastung zu bewerten (Trendanalyse),
- Hinweise auf mögliche Belastungspfade (Wohnort, Ernährung etc.) und Risikogruppen zu geben,
- die Daten im Informationssystem Umweltprobenbank (ISUPB) zu speichern und zu verwalten.