Hintergrund
Mit dem Übereinkommen von Paris einigten sich die Vertragsstaaten, den langfristigen globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius bzw. 1,5 Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Die nationalen Minderungsbeiträge und Klimaschutzmaßnahmen reichen jedoch nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Bis 2030 besteht eine Ambitionslücke von 26 bis 29 Milliarden Tonnen C0₂-Äquivalenten, wenn die nationalen Minderungsbeiträge nicht angehoben werden (Climate Action Tracker 2019).
Um diesen Prozess zu befördern und zu beschleunigen, sind bi- und multilaterale Vereinbarungen und Kooperationen sinnvoll: Nicht nur ermöglichen sie einen internationalen Wissenstransfer über bestehende und wirksame Mechanismen, auch fördern sie die Weiterentwicklung neuer Lösungsstrategien und können dazu dienen, die ungleiche Verteilung von Emissionsquellen, Auswirkungen des Klimawandels sowie Minderungskosten zu adressieren.
Die Staaten der G20 verursachen aktuell etwa 80 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und haben deshalb eine hohe Bedeutung für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris und das Erreichen der Klimaschutzziele. Ihre nationalen Minderungsbeiträge sind jedoch entweder nicht ausreichend, um die 1,5-Grad-Obergrenze einzuhalten, oder werden nicht umgesetzt.