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Reiseführer

Ein Mann und eine Frau sehen sich verschiedene Bodenschichten in freier Natur an
Quelle: S.Schröder

Unser Bodenreiseführer lädt Sie ein, spannende Ausflüge zu unternehmen. Zahlreiche über Deutschland verteilte Erlebnispfade, Museen, Profilausstellungen und Kunstobjekte sind lohnende Reiseziele zum Abtauchen in das Universum Boden. Lassen Sie sich faszinieren von einzigarten Bodenprofilen und Stationen, die Geschichten über Kultur, Natur sowie Land und Leute erzählen.

Wir haben den Reiseführer „Die Böden Deutschlands“ für das Internationale Jahr der Böden redaktionell überarbeitet und werden die stetig steigende Zahl an Reisezielen weiter aktualisieren.

Für die Wanderungen und Erlebnispfade gelten drei Schwierigkeitsgrade:

  • Schwierigkeitsgrad 1: befestigter Weg oder Schotterweg; kaum Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 2: unbefestigter Weg oder Trampelpfad; leichte Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 3: schwer begehbarer Weg; deutliche Steigungen

Redaktionelle Hinweise zu Reisezielen mit Bezug zum Boden nehmen wir gerne entgegen.

Viel Vergnügen! 

Reiseführer Boden

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Eigenschaften

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Profilsammlungen

Profilsammlung der Universität Oldenburg

Auf den Fluren der AG Bodenkunde der Universität Oldenburg befinden sich fünfzehn Lackprofile. Hier bietet sich die Gelegenheit, die typischen Böden Nordwestdeutschlands kennenzulernen. Zu sehen sind unter anderem Plaggenesch, Treposol, Hochmoor, Reduktosol und Podsol. Die Sammlung befindet sich im zweiten Stockwerk des Gebäudes A1 der Universität und steht Besuchern werktags offen. Kostenlose Parkplätze sind im Bereich der Universität vorhanden. Nach telefonischer Absprache ist eine fachliche Erläuterung der Profile möglich. Zudem sind in der näheren Umgebung weitere typische Böden in natürlichen Aufschlüssen zu besichtigen. Studierende der AG Bodenkunde waren ebenfalls für die Errichtung des Bodenpavillons im sehenswerten Park der Gärten in Bad Zwischenahn zuständig (s. Bodenpavillion Bad Zwischenahn).
Ausstellungen, Bodenstationen

Park der Gärten - Bad Zwischenahn

Erlebnisstation „Gesunder Boden – Gesundes Wasser“ Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn ist die Nachfolgeeinrichtung der ersten Niedersächsischen Landesgartenschau 2002. Inmitten des Parkgeländes befindet sich eine interaktive Erlebnisstation zum komplexen Wirkungsgefüge von Boden und (Grund-)Wasser. In einem Raum, in dem sich der Besucher wie „unter der Erde“ fühlt, werden mit verschiedenen Infographiken und Exponaten die Zusammenhänge und Auswirkungen des menschlichen Handelns im Umgang mit Boden und Wasser verdeutlicht. Besucher können in die Welt der Bodenlebewesen eintauchen. Ein (Lack-)Bodenprofil aus der Umgebung kann erfühlt werden. Eine drehbare Bodensäule verdeutlicht weitere typische Böden aus der Region. Spielerisch können Aufgaben und Wirkungsweisen eines Regenwurms erlebt werden. Szenisch und mit einer Audiostation ergänzt werden alltagsbezogene Tipps zum Wassersparen gegeben. Ansprechende Infographiken erläutern den Wasserkreislauf sowie Gefährdungen für Boden und Wasser. Erreichbar ist die Erlebnisstation bei Nutzung des Rundwegs durch den Park der Gärten; das gesamte Wegesystem im Gelände ist barrierefrei angelegt. Die Erlebnisstation ist in verschiedene pädagogische Angebote des Parks als auch in Gästeführungen für Erwachsene eingebunden. Der Park ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Ansprechpartner: Ulrich Kapteina Wissenschaftliche Begleitung: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, AG Bodenkunde (Prof. Giani) Partner und Sponsoren: OOWV, LEADER Region Parklandschaft Ammerland, DBU, VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland, Raiffeisenbank Oldenburg eG  
Erlebnispfade

Erlebnispfad "Wein und Stein"

Der 2007 eröffnete Erlebnispfad „Wein und Stein“ bietet an 50 Stationen Wissenswertes über den Weinbau, die Geologie, das Klima und die Geschichte. Die interessierten Besucher erwarten aber auch viele Informationen rund um den Boden. Die Informationstafeln behandeln Themen wie Bodenentstehung, Bodenschutz, Bodennährstoffe und die Bedeutung des Bodens für den Weinbau. Neben den Tafeln werden anhand von vier Lackprofilen Böden aus Löss, Sandstein, Flugsand und magmatischen Gesteinen vorgestellt. Als eine Besonderheit des Pfades kann man eine "Steinflasche" entdecken. Diese Skulptur inmitten der Weinberge vereinigt die Hauptgesteinsarten des UNESCO Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Die Gesteinsarten sind nach ihrem geologischen Alter sortiert. Gneis, das älteste Gestein, bildet den Flaschenboden, gefolgt von Gabbro, Granit, Sandstein, Muschelkalk Basalt und Rhein-Kiesel. Mit dieser Skulptur wird gleichzeitig verdeutlicht, wie unterschiedlich das Ausgangsmaterial für die Bodenentwicklung auf einer relativ kleinen Fläche sein kann. Der knapp sieben Kilometer lange Lehrpfad beginnt und endet an dem Winzerbrunnen in Heppenheim. Für die Wanderung auf den gut ausgebauten und zum Teil steilen Wegen müssen etwa drei Stunden eingeplant werden. Kontakt: VINIVERSUM Bergstrasse Telefon 06252 / 7994-24
Erlebnispfade

Geopark-Pfad Klein-Umstadt

Der 2006 eröffnete Lehrpfad „Die Kleine Bergstraße – Landschaft, Mensch und Umwelt in Klein-Umstadt“ ist einer der vielen Geopark-Pfade des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Er beinhaltet elf Stationen. Neben den bodenkundlichen Themen bieten die anschaulich gestalteten Tafeln interessierten Besuchern Informationen über die Geologie der Region, den Weinanbau, die Landwirtschaft, die Ortsgeschichte, den ehemaligen Schwerspatabbau sowie über die Wassergewinnung in dem nordwestlich von Klein-Umstadt gelegenen Breitwieser Bruch. Das einzige Bodenprofil des Lehrpfades befindet sich an der Station fünf. Dieses Profil weist zwei Schichten auf. In der unteren Schicht ist ein ehemaliger Pflughorizont über verwittertem Granitgneis zu sehen. Die oberen 50 Zentimeter des Profils zeigen einen aufgeschütteten Boden aus natürlichem Boden und technogenem Substrat. Als technogene Substrate werden Materialien bezeichnet, die von Menschen hergestellt bzw. stark verändert wurden, wie Ziegel, Asche oder Schlacke. Abhängig vom Anteil der technogenen Beimengungen werden solche Böden als Allosol, Phyrosol oder Technosol bezeichnet Der rund sieben Kilometer lange Pfad beginnt am Bahnhof und führt bergauf zu den Weinlagen, von denen aus bei klarem Wetter die Höhenzüge von Hunsrück, Taunus und Vogelsberg zu sehen sind. Auf den gut ausgebauten Wegen lässt sich die Wanderung in etwa drei Stunden bewältigen. Dabei werden nicht nur visuelle Eindrücke vermittelt; es können zum Beispiel auch die in der Region vorkommenden Gesteinsarten betrachtet und verglichen werden.
Erlebnispfade

Studienlandschaft Schwingbachtal

Bei dieser Studienlandschaft handelt es sich um ein Projekt der Justus-Liebig-Universität Gießen, das Studierenden die interdisziplinäre Lehre veranschaulichen soll. Bisher ist ein Rundweg fertiggestellt. Da sowohl Agrar- und Umweltwissenschaften als auch die Biologie und Geographie beteiligt sind, weisen die Informationen auf den begleitenden Tafeln eine große Vielfalt auf. Aktuelle Themen wie die EU-Wasserrahmenrichtlinie werden ebenso aufgegriffen wie der Wasserhaushalt eines Waldes. Verschiedene Messgeräte und deren Handhabung und Funktionsweise werden vorgestellt. Die Begriffe Hochwasser und Kulturlandschaft werden erläutert und die Lebensräume Fließgewässer und Agrarraum vorgestellt. Eingebettet ist der Rundweg in die Landschaft des Schwingbachtals. Das Wassereinzugsgebiet des Schwingbachs in der Gemeinde Hüttenberg umfasst circa 25,5 Quadratkilometer. Es gliedert sich in etwa zwei gleich große Teilräume. Im Bereich des Ober- und Mittellaufs findet sich auf kleinem Raum ein Wechsel von Braunerden, Pseudogleyen, Kolluvisolen und Auenböden, die eine bodenkundliche Catena darstellen. In diesem Bereich herrschen nach Aufgabe der Ackernutzung heute Wald und Grünlandnutzung vor. Im Unterlauf hingegen werden die sich dort befindlichen Lössböden noch ackerbaulich genutzt. Die verschiedenen Bodentypen werden in einem Schaubild dargestellt. 
Erlebnispfade

Bodenerlebnispfad "Tatort Boden" Wetzlar

Der Bodenerlebnispfad “Tatort Boden” bringt Kindern auf anschauliche Weise die Bedeutung des Bodenschutzes nahe. An den sechs Stationen erläutern verschiedene Bodentiere, wie etwa Ameise, Hundertfüßer oder Maulwurf, auf übersichtlich gestalteten Schautafeln jeweils ein wichtiges Thema, das im Zusammenhang mit Böden steht. So werden zum Beispiel Erosion und Versauerung angesprochen und einfach erläutert. Dazu sind drei sehr gut in Stand gehaltene Bodenprofile zu sehen: Braunerde, Kolluvisol und Pseudogley. Informationstafeln geben wietere Hinweise zu den Bodenprofilen. Der Weg ist kurz und somit auch mit Kleinkindern problemlos zu bewältigen. Zwischen den einzelnen Stationen liegen jeweils maximal wenige 100 Meter. Allerdings beginnt der Pfad mit einem kurzen und steilen Anstieg und führt zum Schluss nur noch über einen kleinen Pfad, sodass Kinderwagen oder Rollstuhl kaum für die Strecke geeignet sind.
Ausstellungen, Spiel & Spaß, Umweltbildungszentren

Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

Mitten im Herzen des Nationalparks Jasmund und direkt am berühmtesten Kreidefelsen bietet das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL seinen Gästen mit interaktiver Erlebnisausstellung, Multivisionskino, Shop und Bistro einen besonderen Einblick in die Geheimnisse der Natur. Berühren Sie einen Eiszeitgletscher, werden Sie klein wie ein Grashüpfer oder lernen Sie das größte Lebewesen der Erde kennen. Hier können Sie wählen, wie Sie sich per Audioguide durch die Welt des Nationalparks führen lassen wollen: romantisch, abenteuerlich, informativ oder, für die kleinsten Gäste, mit der Maus Mimi und dem Raben Krax. Auch auf dem Außengelände gibt es neben Kletterbäumen und Kurzführungen ein besonderes Highlight zu sehen: die spektakuläre Aussicht vom 118 m hohen Königsstuhl auf die Ostsee. Ein unterhaltsamer und lehrreicher Tag ist Ihnen hier auf jeden Fall bei jedem Wetter garantiert! Das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL umfasst neben der Aussicht auf die Kreidefelsen des Königsstuhls, eine Erlebnisausstellung und ein weitläufiges Naturerlebnisgelände. Eine Aussichtsplattform ermöglicht einen guten Blick auf die zerklüfteten Kreidefelsen und die Küstenlinie des Nationalparks. In der 2.000 Quadratmeter großen Erlebnisausstellung werden unterschiedliche Aspekte des Themenbereiches Natur dargestellt. Durch die Vielfalt der Darstellungsmedien (Führung per Audioguide, Multivisionskino, interaktive Gestaltung) und die Möglichkeiten des spielerischen Lernens bietet die Ausstellung eine hohe Attraktivität für Familien. Die gute Aufbereitung der Informationen erübrigt spezielle Vorkenntnisse. Der Außenbereich mit Romantikschaukel, Spielplatz und Kletterbaum lädt vor allem Kinder zum Spielen und Entdecken ein. Alle Bereiche des Nationalpark-Zentrums sind barrierefrei und für Rollstühle sowie Kinderwagen zugänglich. Die Aussichtsplattform des Königsstuhls ist mit ein paar wenigen Treppenstufen erreichbar. Für den Besuch des Nationalpark-Zentrums inklusive Naturerlebnisgelände und Aussichtsplattform sollten etwa zwei bis drei Stunden eingeplant werden.  
Erlebnispfade, Spiel & Spaß

Wildpark-MV in Güstrow

Der Wildpark-MV in Güstrow ist ganzjährig geöffnet und verfügt über ein großes Außengelände. Teil der Ausstellung ist ein Bodenerlebnispfad mit dem Motto “Subterra: Der Erde unter die Haut geschaut”. Anhand von 15 Einzelstationen werden hier verschiedene Themenbereiche erläutert. Die anspruchsvollen, aber komprimierten Informationstafeln an den Standorten werden durch spielerische Elemente ergänzt. Vor allem Kinder lernen durch Fühlen, Ausprobieren und Entdecken die verschiedenen Aspekte des Themas Boden zu verstehen. Daher sind die Angebote vor allem für Familien geeignet. Weitere Attraktionen des Parks sind ein begehbares Wildfreigehege, ein Streichelzoo und ein Kletterpfad mit Blick auf die Raubtier-WG, ein Außengehege in dem Luchse und Wildkatzen sowie Wölfe und Bären leben. Im Reich der Fische können die Besucher die heimische Unterwasserwelt bestaunen und die Erlebnis-Büdnerei in den WiesenWelten zeigt, wie ein Büdner damals gelebt hat. Alte Haustierrassen wie Schafe, Rinder, Gänse oder Kaninchen sind dabei im Wohnhaus, ganz wie in alten Zeiten, untergebracht. Für den Besuch des Wildpark-MV sollten mindestens drei bis vier Stunden eingeplant werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
Museen

Museum für Naturkunde Gera

Das Museum für Naturkunde befindet sich im ältesten erhaltenen Bürgerhaus der Stadt Gera, im sogenannten „Schreiberschen Haus“. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude hatte eine wechselvolle Geschichte. 1686/88 wurde es auf der Brandstätte eines mittelalterlichen Burggutes errichtet. Von 1716 bis 1847 im Besitz der Kauf- und Handelsherren Schreiber, überstand es als einziges Wohngebäude innerhalb der Altstadt den größten Brand von Gera 1780. 1847 ging das „Schreibersche Haus“ in den Besitz der Stadt über und beherbergte bis 1855 das Stadtgericht. Danach wurde es wieder privat genutzt, und erst seit 1947 dient es als Museum. Im Museum für Naturkunde werden derzeit folgende Themen dargestellt Im Erdgeschoss finden wechselnde Sonderausstellungen statt. In der ersten Etage befindet sich die Dauerausstellung mit dem Titel „Erlebnis Ostthüringen“. Hier kann der Besucher mit wenigen Schritten eine Wanderung durch die Naturräume Ostthüringens unternehmen. Ausgehend von den geologischen Grundlagen erlebt er die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt der Wälder, Wiesen, Feldfluren und Gewässer „vor der Haustür“. So werden die Plothener Teichplatte, die Orlasenke, die Saale-Sandsteinplatte oder das Mittlere Saaletal vorgestellt. Nutzung und Schutz dieser Landschaften stehen im Mittelpunkt. Lebensnah gestaltete Präparate von Tieren und Pflanzen sind ebenso beeindruckend, wie die Nachbildung des bekannten Naturdenkmals „Steinerne Rose“ von Saalburg. Auch geschützte Arten wie Rohrdommel, Uhu oder eine Frauenschuh-Orchidee werden gezeigt – Lebewesen, die in der Landschaft kaum mehr zu finden sind. Im zweiten Obergeschoss des Hauses stellt das Ausstellungsensemble „Gelehrtenzimmer“ die Entwicklung vom Naturalienkabinett zum naturwissenschaftlichen Museum vor. In einem weiteren Raum werden die Minerale Ostthüringens vorgestellt, zu denen auch seltene Funde der Uranerzlagerstätte Ronneburg gehören. Im Höhler unter dem Schreiberschen Haus präsentiert das Museum prächtige Minerale aus aller Welt in der Ausstellung „Das Einmaleins der Minerale – Entstehung, Gestalt und Nutzen“. Anhand der farbenprächtigen Exponate thematisiert die Schau allgemeine Aspekte der Mineralogie wie die technische Verwendung von Mineralen, ihre Entstehungsprozesse und ihre Formen und Farben. Einen besonderen Höhepunkt bildet dabei eine Auswahl von Mineralen, die unter ultraviolettem Licht fluoreszieren. Unter den über 340 ausgestellten Stücken reicht die Auswahl von Amethysten aus Brasilien über Bergkristalle aus den USA und Diamanten aus Russland bis hin zu Turmalinen aus Afghanistan. Botanischer Garten (Eingang Nicolaistraße/Schillerstraße) Der Botanische Garten, hervorgegangen aus einer bürgerlichen Stiftung des Geraer Kommerzienrates Walther Ferber (1830-1895), mit einer Fläche von 0,7 Hektar (nur 3 Minuten vom Museum entfernt) ist dem Museum für Naturkunde der Stadt Gera seit 1947 angeschlossen. Er dient als Ergänzung der landschaftsökologischen Dauerausstellung zur Region Ostthüringen durch die Darstellung von charakteristischen Vegetationseinheiten Ostthüringens. In den gärtnerisch gestalteten Anlagen Laub- und Nadelwald, Halbtrockenrasen, Fels- und Schotterflur, Teich, Bachlauf und Feuchtwiese werden dem Besucher circa 300 Pflanzenarten vorgestellt. Eine systematische Abteilung, interessante Gehölze, Küchenkräuter, Arznei- und andere Nutzpflanzen sowie eine geologische Lehrwand von 1898 ergänzen das Gartenensemble. Gartensaison: (April - September) genaue Termine jährlich leicht variierend, außerhalb der Saison geschlossen. Die Öffnungszeiten des Museums für Naturkunde Gera sind Dienstag bis Sonntag und Feiertage von 11.00 bis 17.00 Uhr. Termine für Besuchergruppen können außerhalb der Öffnungszeiten und zu jeder Jahreszeit vereinbart werden.
Erlebnispfade

Heimatkundlicher Lehrpfad Jena

Der etwa 20 km lange Lehrpfad ist von der Stadt Jena aus schnell zu erreichen. Er beginnt an den „Teufelslöchern“ in der Wöllnitzer Straße, verläuft überwiegend im Naturschutzgebiet „Kernberge und Wöllmisse bei Jena“ und endet in Lobeda bzw. Drackendorf. Die Strecke ist in zwei thematisch unterschiedliche Teilstrecken gegliedert. Im ersten Teil werden an 19 Suchpunkten vorwiegend naturkundliche Themen und im zweiten Teil an 15 Suchpunkten eher historische und wirtschaftliche Themen behandelt. Dabei wird im ersten Teil (Wöllmisse) anhand von drei eng benachbarten Bodengruben auf die am häufigsten vorkommenden Böden dieser Region hingewiesen. Ein Profil ist eine Fahlerde mit 50 cm Mächtigkeit und einer oberflächlich entkalkten sowie leicht versauerten Lössdecke. Das zweite Bodenprofil ist eine Parabraunerde mit einer vergleichsweise nur mäßigen Tonverlagerung. Als letztes wird ein durch Kalksteinverwitterung entstandener Boden ohne Lössüberdeckung präsentiert, welcher dem Bodentyp Terra Fusca-Rendzina entspricht.Im zweiten Teil des Lehrpfades (Johannisberghorizontale) sind drei Hangprofile aufgeschlossen: ein Gesteinsrohboden (Syrosem) auf einer felsigen Hangrippe, eine Mull-Rendzina unter Eschenbestockung und eine Rendzina unter Schwarzkiefernbestockung. Durch die Wanderungen entlang des Lehrpfades werden genügend Möglichkeiten geboten, die charakteristische Landschaft Jenas kennenzulernen und dadurch gleichzeitig ein tieferes Verständnis für ihre Entwicklung und die in dieser Form nahezu einmalige Verflechtung eines dynamisch-urbanen Wirtschaftsraumes mit der umgebenden Natur zu gewinnen.
Bodenstationen

Bodenprofil Fahlerde - Weimar

Das Waldgebiet Webicht liegt nordöstlich von Weimar. An der B7 Ortsausfahrt Weimar befindet sich nach einem 10 minütigen Fußweg das gepflegte Bodenprofil einer Fahlerde. Die farblich illustrierte Informationstafel gibt Aufschluss über die Entstehung und Beschaffenheit der Fahlerde. Die Ausführungen sind fachlich anspruchsvoll und auch in Kombination mit dem im Wald Webicht befindlichen Naturlehrpfad für Kinder und Familien interessant. Eine Fahlerde ist eine versauerte Parabraunerde, die sich auf Löss und Geschie-bemergel, aber auch auf lehmigen Sanden bildet. Unterhalb des Humushorizonts findet eine Tonverlagerung statt, die dem Horizont seine entsprechend fahlgraue Farbe verleiht. Die Böden sind aufgrund der Schluffgehalte fruchtbar und ertragreich. Die hohe Wasserspeicherkapazität ermöglicht üppiges und rasches Pflanzenwachstum; der Boden beherbergt zudem viele Mikro- und Bodenorganismen. Im Jahr 2006 wurde die Fahlerde von der Deutschen Boden-kundlichen Gesellschaft (DBG) und vom Bundesverband Boden (BVB) zum „Boden des Jahres“ gewählt.
Museen

Naturkundemuseum Erfurt

Nahe dem Domplatz in der Altstadt Erfurts wurde das Naturkundemuseum in einem Waidspeicher aus dem Jahre 1577 nach vier- jähriger Bauzeit 1995 neu eröffnet. Es ist von einer 350 Jahre alten und 14 m hohen Eiche durchwachsen, an der entlang auf vier Etagen Thüringer Lebensräume ausgestellt werden. Im Erdgeschoss finden sich die Schwerpunkte Erde und Gesteine des Thüringer Waldes. In den folgenden Etagen werden die Themen: Wald, Offenland und Stadt visualisiert. Sonderausstellungen und interaktive Gestaltungselemente tragen zur Attraktivität der Ausstellung bei. Auch Kindern und Schulklassen wird über individuelle Projekte die Natur spielerisch nahe gebracht. Die Dauerausstellung stellt ein 3 m mächtiges Profil aus dem Erfurter Steigerwald vor: über dem anstehenden Kalkstein befindet sich eine kaltzeitliche Fließerde aus tonhaltigem Kalkschutt. Sie wird von Löss überdeckt. Darüber schließt sich eine Schwarzerde-Parabraunerde an. In diesem „eichenartigen“ Museum wird bei einer „Tour de Nature“ Lust gemacht, zu schauen, zu entdecken und zu staunen.
Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n305645de