Infolge der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen seit Anfang der 1990er Jahre unterliegen die Ballungsgebiete der Russischen Föderation einem bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturwandel. Dies hat gravierende Auswirkungen auf den Bestand alter Industriebetriebe und anderer gewerblicher Einrichtungen. Zahlreiche Brachflächen bestimmen auch im Kaliningrader Gebiet das Bild früherer wirtschaftlicher Aktivitäten.
In wirtschaftlicher Hinsicht erhofft sich das Kaliningrader Gebiet in den nächsten Jahren neue Impulse. Dazu soll auch die Auswahl der Stadt Kaliningrad als ein Standort für die Ausrichtung der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2018 beitragen. Für Kaliningrad bietet sich die Möglichkeit, die Impulse für eine nachhaltige Regional- und Stadtentwicklung zu nutzen und sich als eine progressive Region zu präsentieren. Themen wie Ressourcenschonung, Klimaschutz/Energie und Mobilität sowie regionale Wertschöpfung und Investitionen in Infrastruktur rücken in den Mittelpunkt einer ganzheitlichen Betrachtung. Zum Image von Sportgroßveranstaltungen gehört mittlerweile maßgeblich die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten einschließlich Umweltschutz.
(aus der Dokumentation der Deutsch-Russischen Umwelttage 2013)