Szenariencharakter
Das GreenMe-Szenario fokussiert auf technische Möglichkeiten zur Steigerung der Materialeffizienz (d.h. Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür benötigten Rohstoff- bzw. Materialeinsatz). Weltweit wird davon ausgegangen, dass andere Länder diesem Trend mit dem gleichen Tempo der technologischen Entwicklung folgen (keine Verzögerung wie in den anderen Green-Szenarien im Vergleich zu Deutschland). Auf diese Weise wird eine Verlagerung von CO2-Emissionen vermieden. Deutschland ist weiterhin in den internationalen Handel eingebettet, in dem Importe und Exporte ausgeglichen sind (ähnlich dem GreenEe2-Szenario).
Die Energieversorgung und die Umstrukturierung der Bereiche Mobilität, Industrie, Bauen und Wohnen entwickelt sich analog zum GreenEe2-Szenario. Bevorzugt werden jedoch Techniken mit einem geringeren Materialbedarf (gemessen am RMC). So findet beispielsweise bei der Photovoltaiktechnik ein stärkerer Ausbau auf Dachflächen mit Dünnschichtzellen statt, die einen geringeren Material- und Flächenbedarf haben als konventionelle Photovoltaikfreiflächenanlagensysteme. Ebenso sind Fundamente, Erhöhungen und Windtürme auf Langlebigkeit ausgelegt, so dass ihre Nutzungsdauer deutlich erhöht werden kann. Eine Vielzahl weiterer Materialeffizienzmaßnahmen wird umgesetzt. Diese beinhalten z.B. die Leichtbauweise von Kraftfahrzeugen, die Verwendung alternativer Materialien wie textilverstärkter Beton für das Bauwesen, große Verbreitung von Holzgebäuden oder die Verwendung von biotischen Materialien, wie holzfaserbasierte Reststoffe als Dämmmaterialien im Bausektor. Die Annahmen in Bezug auf Landwirtschaft und gesunde Ernährung folgen den beiden GreenEe-Szenarien.