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Der Klimawandel in meiner Straße- Stadtklima(wandel) in der schulischen Ausbildung

Lernende sitzen oder stehen im Klassenraum vor den Tischen mit Computern. Ein Schüler in einem roten Pullover meldet sich zu den gestikulierenden Ausführungen der Lehrenden.

Mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzeptes "Anpassung an den Klimawandel" inkl. einer Aktualisierung des Stadtklimagutachtens, hat die Stadt Osnabrück 2016/2017 eine georeferenzierte Betroffenheitsanalyse, eine darauf aufbauende Anpassungsstrategie sowie entsprechende Maßnahmenkataloge erarbeitet.

Eine Schlüsselmaßnahme ist die Einbringung der Ergebnisse zum Stadtklima und des lokalen Klimawandels in den Unterricht, um darüber Jugendliche in den Klimaanpassungsprozess zu integrieren. Mit einer verständlichen Kommunikation und modernen Methode, dem Web-GIS, wurde das Bewusstsein bei den Schüler*innen für die bestehenden Gefahren und Risiken des Stadtklimas und des Klimawandels in der Stadt geschaffen. Mit der Nutzung von Web-GIS wurde neben den thematischen Inhalten die Methodenkompetenz von den Schüler*innen gestärkt und gelehrt, wie Daten und Planwerke zum lokalen Klima entstehen und welche Erkenntnisse sie selbst mit GIS generieren können. Im Rahmen des Pilot-Projektes wurde eine WebGIS-gestützte Unterrichtseinheit von drei Unterrichtsstunden für die 9. und 10. Klasse eines Gymnasiums erarbeitet und durchgeführt, in der die geografisch umweltrelevanten Informationen und Analysen zum Stadtklima und Anpassung an den Klimawandel in Osnabrück anschaulich und begreifbar aufgearbeitet und praktisch vermittelt wurden. Der Fokus des Projektes war, die Schüler*innen für ihren lebensnahen Handlungsraum durch inhaltliches Wissen und Erkennen von Risiken zu sensibilisieren und den Blick für die unmittelbare Umwelt zu schärfen. Die Schüler*innen haben nicht nur selbst "straßengenaue" Ausgangssituationen analysiert, sondern auch potenzielle Maßnahmen identifiziert und zugeordnet.

Durch Kopplung des Piloten mit einer Bachelorarbeit, hat eine detaillierte Evaluation stattgefunden, die als Basis für die Überarbeitung der Unterrichtseinheit dient. Das Projekt kann und soll so im Nachgang optimiert und auf alle Osnabrücker Schulen ausgeweitet werden.

Eckdaten zur Maßnahme

Measure carrier

Maßnahmenträger

Hochschule Osnabrück/Stadt Osnabrück https://www.osnabrueck.de/start/

Kooperationspartner

Hochschule Osnabrück - Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (Janine Wagenfeld als Projektleiterin im Rahmen ihrer Bachelorarbeit); Stadt Osnabrück - Fachbereich Umwelt und Klimaschutz; Gymnasium Carolinum Osnabrück

Duration and Financing

Beginn der Umsetzung

Dauer der Umsetzung

2016-2017

Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?

Für die Ausweitung fallen ggf. Personalkosten an.

Beteiligung

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?

Der Klimawandel konnte von der globalen auf die lokale Ebene gebracht und Schüler so sehr erfolgreich sensibilisiert werden. Auch Stadtklima, das bisher nicht im Lehrplan stand, konnte so als Thema eingebracht werden. Die Schüler haben großes Interesse gezeigt und kamen gleich selbstständig auf die Idee, den eigenen Schulhof entsiegeln zu wollen. Sie haben nicht nur die Problematik verstanden, sondern auch, was wir tun können und müssen, um den Folgen des Klimawandels in Osnabrück zu begegnen.

Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?

  • quantitative Befragung (mittels Fragebögen)

Erläuterung

Die Schüler*innen haben einen Feedback-Bogen ausgefüllt. Mit dem Lehrer wurde ein Feedback-Gespräch geführt. Der didaktische Ansatz wurde von den beteiligten Professor*innen evaluiert. Städtisch wurden notwendige Anpassungen evaluiert.

Erzielt die Maßnahme über Klimaanpassung hinaus positive Nebeneffekte?

  • Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Erläuterung

Durch die begleitende Öffentlichkeitsarbeit wurden auch Eltern, Bürger*innen allgemein und die Politik erreicht. Das wiederum schlägt sich in der Beachtung des Themas bei städtebaulichen Vorhaben aus und führt bestenfalls zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität.

Hindernisse

Die Lehrer müssen bereit sein, sich selbst mit der Methodik (GIS) auseinanderzusetzen. Die Schulen brauchen einen ausreichenden Internetanschluss und einen Computerraum
(ggf. andere Hardware z. B. Tablets), um das Web-GIS anwenden zu können.

Konflikte

Ansprechperson

Stadt Osnabrück
Jennifer Hoeltke
Hannoversche Str. 6-8
49084 Osnabrück
Deutschland

Telefonnummern
0541/323-3126
hoeltke@osnabrueck.de

Ort der Umsetzung

Große Domsfreiheit 1
49074 Osnabrück
Deutschland

Associated content

Links

Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n66377de