einiges wurde in Deutschland bereits in Sachen Klimaschutz erreicht. Nicht jedoch im Verkehrssektor. Hier herrscht Stillstand und die Emissionen waren im Jahr 2016 sogar 2 Millionen Tonnen höher als 1990. Was dagegen hilft? Der Abbau umweltschädlicher Subventionen im Verkehrssektor – derzeit 28 Milliarden Euro pro Jahr. Mehr dazu in unserem Schwerpunkt.
Ein weiteres Problem von zu viel Autos und Co.: Die Luft in vielen Städten ist weiterhin zu stark mit Schadstoffen belastet. Feinstaub und Stickstoffdioxid führen zu Krankheiten und vorzeitigen Todesfällen. Warum tageweise Fahrverbote für ältere Diesel wie in Stuttgart nur ein erster Schritt zur Lösung dieses Problems sein können, erfahren Sie in diesem Newsletter.
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Ihre Pressestelle des Umweltbundesamtes
Steigende Emissionen des Verkehrs gefährden Deutschlands Klimaziele
2016 wurde wieder mehr Diesel getankt und der Straßengüterverkehr ist um 2,8 Prozent gewachsen.
Quelle: Pavel Losevsky / Fotolia
In knapp vier Jahren – bis Ende 2020 – sollen Deutschlands Treibhausgas- Emissionen 40 Prozent niedriger liegen als noch 1990. Gut 12 Prozent fehlen noch bis zu diesem selbstgesteckten Ziel. „Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen.“, mahnt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Denn anstatt zu sinken, haben sich die Emissionen des Verkehrs im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent erhöht und liegen mittlerweile zwei Millionen Tonnen über dem Wert von 1990.
Effizienzsteigerungen bei Fahrzeugen werden dadurch aufgefressen, dass immer mehr Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. So ist der Straßengüterverkehr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent gewachsen, während der klimafreundliche Schienengüterverkehr zurückging. Grund sind die zu niedrigen Mautsätze für Lkw und die günstigen Spritpreise. Letztere führten zu einem Plus von 3,5 Prozent beim Dieselabsatz und von 2 Prozent bei Benzin. Auch der Luftverkehr verzeichnete deutliche Zuwächse.
„So lange wir den Verkehrssektor in Deutschland umweltschädlich mit 28,6 Milliarden Euro pro Jahr subventionieren, wird sich an dieser Entwicklung nichts ändern“, so Krautzberger: „Das Dieselsteuerprivileg wie auch andere Privilegierungen sollten daher nach und nach abgeschafft werden.“
Für die Badegäste unsichtbar arbeiten Wasseraufbereitungsanlagen im Verborgenen und sorgen für sauberes und hygienisch einwandfreies Wasser. Wie das funktioniert und was die Badegäste selbst für sauberes Wasser tun können, erklärt unser neuer Ratgeber "Rund um das Badewasser“.
Die Luft in Stuttgart muss besser werden. Denn auch 2016 wurde an der Messstation Neckartor der EU-Grenzwert für Feinstaub (PM10) überschritten. Auch Stickstoffdioxid ist – wie in vielen anderen deutschen Städten – ein Gesundheitsproblem. Die für Stuttgart geplanten Fahrverbote für ältere Diesel begrüßt das UBA. Solange sie nur an wenigen Tagen greifen, können sie aber nur ein erster Schritt sein.
Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft müssen eine Entscheidung treffen. Machen wir weiter wie bisher oder wollen wir eine umwelt- und naturverträgliche Landwirtschaft mit Zukunft, die auch künftige Generationen mit Nahrungsmitteln und einem attraktiven Landschaftsbild versorgt? Welche Probleme die heutige Landwirtschaft verursacht und wie es anders geht, zeigt unser neuer Film.
Welche Schwerpunkte setzt das Bundesumweltministerium dieses Jahr in der Umweltforschung? Und welche Forschungsprojekte sollen konkret beginnen? Dies zeigt der Ressortforschungsplan 2020.
Tierarzneimittel stehen zunehmend im öffentlichen Fokus. Denn nur ein Teil des Wirkstoffs wird vom Körper aufgenommen, der Rest wird ausgeschieden und kann so über die Düngung in Boden Wasser gelangen. Das kann negative Auswirkungen auf die dort lebenden Organismen haben. Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, wie man dem Problem vorbeugen und es mindern kann.
Viele Tagebauseen haben das Potenzial, eine sehr gute Wasserqualität zu entwickeln – und sind oft sauberer als natürliche Seen. Insgesamt bleibt die Braunkohle aber der schmutzigste Energieträger. Allein im Jahr 2014 verursachte sie Umweltschäden in Höhe von 16,8 Milliarden Euro. Ein Ausstieg aus der Braunkohleverstromung ist daher dringend nötig.
Das neue Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum beim Umweltbundesamt hat seine Arbeit aufgenommen – und soll in den nächsten Jahren mehr Umweltschutz in den Alltag von Wirtschaft und Gesellschaft bringen.
Als Unternehmen die Umwelt schützen, Betriebskosten senken und sicher sein, alle geltenden Umweltvorschriften zu erfüllen – all das geht mit dem freiwilligen europäischen Umweltmanagement- und Auditsystem EMAS. Wie das funktioniert und wie davon auch die Umweltverwaltung profitieren kann, zeigt ein neuer Kurzfilm anhand von zwei Betrieben.
Auf www.thru.de finden Sie eine ausführliche Datenbank zu Emissionen und entsorgten Abfallmengen von Industriebetrieben in Deutschland, die diese jährlich dem Umweltbundesamt berichten. Einen Überblick über den Umfang dieser Datenbank gibt eine für die Berichtsjahre 2007 bis 2023 aktualisierte Broschüre, welche die Daten in kompakter Weise darstellt.
Die Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG, europäischer Marktführer bei Keilriemen, möchte die Ausweitung seiner Produktion nicht mit einem deutlichen Anstieg ihres Energieverbrauchs einhergehen lassen. Für ihre Prüfstände am Produktionsstandort Höxter entwickelte sie deshalb ein innovatives Gesamtkonzept. Das Umweltinnovationsprogramm unterstützt bei der Realisierung.
Fast 20 Tonnen Chemikalien jährlich sollen in der Holder GmbH Oberflächentechnik in Süddeutschland demnächst eingespart werden: Indem Aluminiumbauteile, bevor sie beschichtet werden, mit Ultraschall statt mit Lösemitteln entfettet werden. Das Umweltinnovationsprogramm fördert die neue Anlage.
In einem Vorhaben des Umweltinnovationsprogrammes will der Autozulieferer HÜHOCO GmbH aus Wuppertal demonstrieren: Das Beschichten von Metallbändern mit Gummi, zum Beispiel für geräuschdämpfende Motorabdichtungen, funktioniert auch ohne Lösemittel.
In Deutschland werden jeden Tag 66 Hektar Fläche verbraucht, mit erheblichen negativen Folgen für die Umwelt. Um den Flächenverbrauch zu senken, empfiehlt das UBA eine feste Kontingentierung der Flächen und ein Handelssystem mit Flächenzertifikaten.
Beschwerden über tieffrequente Geräusche oder sogenannte Brummton-Phänomene haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Ein neuer UBA-Leitfaden gibt Rat, was beim Aufstellen von Wärmepumpen und Co. beachtet werden sollte.
Mit Ökostrom kann die öffentliche Hand aktiv die Energiewende fördern. Eine nun aktualisierte Arbeitshilfe des Umweltbundesamtes hilft bei der Beschaffung.
Häufig bestehen Unsicherheiten und Fragen zur Berücksichtigung von Umweltaspekten in der öffentlichen Beschaffung, wie: Was ist vergaberechtlich zu beachten? Wie können Gütezeichen genutzt werden? Wo gibt es Informationen zu am Markt verfügbaren umweltfreundlichen Produktalternativen? Die aktuellen Schulungsskripte geben Antworten.
Die meisten Elektrogeräte werden immer kürzer genutzt – auf Kosten der Umwelt. Denn für die Produktion neuer Modelle werden wertvolle Edelmetalle und Energie benötigt, die nicht durch Innovationen wie einen geringeren Energieverbrauch der Geräte ausgeglichen werden. Das UBA hat nun Politikempfehlungen verfasst, die es in die europäischen Diskussionen zum Kreislaufwirtschaftspaket einspeist.
Diskutieren Sie am 11.05.2017 mit uns, wie der Übergang zu einer grünen Wirtschaft gestaltet werden kann und die Alpen zu einem noch besseren Ort zum Leben und Arbeiten werden können. Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Umweltbundesamt und das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention, laden zu einer alpenweiten Konferenz zum Thema „Grünes Wirtschaften im Alpenraum“ ein.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Umweltbundesamt (UBA) machen sich für einen konsequenten Umweltschutz beim Bergbau in der Tiefsee stark. Auf einem Experten-Workshop in Berlin riefen beide Behörden dazu auf, sowohl die Chancen als auch die Risiken eines künftigen marinen Rohstoffabbaus umfassend zu bewerten und den Vorsorgegrundsatz genau zu beachten.
Im April vergangenen Jahres trat das reformierte Vergaberecht für Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte in Kraft. Das aktualisierte „Rechtsgutachten umweltfreundliche öffentliche Beschaffung“ des Umweltbundesamtes geht auf die neuen rechtlichen Regelungen ein und zeigt auf, wie bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen auf Umweltkriterien geachtet werden kann.
Die Rechtsordnung kennt bislang weder in Deutschland noch auf europäischer Ebene ein systematisches und ausdifferenziertes Ressourcenschutzrecht. Diese Fragen werden vielmehr nur in einigen Rechtsbereichen punktuell behandelt. Im Auftrag des Umweltbundesamtes wurde deshalb untersucht, wie ein wirksames Ressourcenschutzregime im deutschen Recht verankert werden könnte.
Seit 2001 nimmt das Umweltbundesamt am freiwilligen europäischen Umweltmanagement- und Auditsystem EMAS teil. In dieser aktualisierten Umwelterklärung fassen wir die wichtigsten Entwicklungen unseres Umweltmanagements seit Herbst 2015 zusammen. In einigen Feldern können wir auf Fortschritte verweisen, insbesondere in Bezug auf unsere erneuerbare Energieerzeugung. In anderen Feldern gibt es neue…
Öffentliche Auftraggeber haben ihre Beschaffung von Ökostrom im Wettbewerb und im Wege transparenter Vergabeverfahren vorzunehmen. Das Umweltbundesamt hat in den Jahren 2003, 2006 und 2009 für Liegenschaften im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums europaweit im offenen Verfahren Ökostrom ausgeschrieben. Dazu entwickelte das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium das in…
In mehr als 1.000 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen werden in Deutschland getrennt gesammelte Bioabfälle behandelt, um die entstehenden Erzeugnisse (Komposte und Gärreste) anschließend als Dünger und Humuslieferant verwerten zu können. Der größte Anteil sind getrennt gesammelte Küchen- und Gartenabfälle aus privaten Haushalten, aber auch aus der Park- und Landschaftspflege der…
Creating scarcity through stringent targets and flexible control of the certificate supply
The European Emissions Trading Scheme (EU ETS) is currently unable to fulfil its role as a leading climate policy instrument: surpluses in the market have pushed the price of emission allowances down over a long period of time and weakened incentives created by the EU ETS. The caps are structurally set too high and not sufficiently coordinated with interacting energy and climate policy instruments…
Regionalnachweise bieten einem Stromvertrieb die Möglichkeit, ihren Kunden den Strom einer ganz bestimmten, mit der Marktprämie geförderten Anlage zuzuordnen. Das Ziel des Regionalnachweiskonzeptes ist vor allem die Steigerung der Akzeptanz der Energiewende vor Ort. Wie das funktioniert, erklärt dieses Faltblatt.
Großstädte sind aufregend, vielfältig und voller Leben. Sie sind oft aber auch laut und voll, beengt und anstrengend. Wie wollen wir künftig in unseren Städten wohnen? Ist eine urbane Umgebung möglich, die umweltschonend mobil, lärmarm, grün und durchmischt ist? Ja, eine solche Stadt ist möglich. Diese Fachbroschüre zeigt Wege auf, wie wir ein Umfeld mit weniger Verkehr, weniger Autos und weniger…
Dioxine und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) gehören zu den gefährlichsten Umweltgiften. Obwohl die Dioxin-Emissionen seit 1990 in Deutschland und Europa deutlich verringert und der Einsatz von PCB 1989 verboten wurde, kommen Dioxine und PCB aufgrund ihrer Langlebigkeit noch immer in der Luft, im Boden oder in Gewässersedimenten vor und gelangen so in die Nahrungskette von Tier und…
Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie regelmäßig die Nutzung der erneuerbaren Energien bilanziert, hat auf der Grundlage verfügbarer, zumeist vorläufiger Daten eine erste Abschätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2016 erstellt. Das vorliegende Hintergrundpapier beschreibt die…
Tierarzneimittel (TAM) und ihre Transformationsprodukte sind zunehmend als Umweltkontaminanten im Fokus wissenschaftlicher und öffentlicher Auseinandersetzung. Das Projekt hatte daher als Ziel, bestehende Konzepte und Maßnahmen zur Verminderung des Eintrages von Tierarzneimitteln in die Umwelt zusammenzutragen und ergänzende Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt abzuleiten. In dieser Zusammenfassung…
Wie kommt es zum typischen Hallenbadgeruch? Wie wird das Beckenwasser in Schwimmbädern gereinigt? Was ist beim Schwimmen lernen zu beachten? Gibt es Besonderheiten beim Baden in freier Natur? Schon vor dem Laufen lernen ins Wasser? All das und vieles mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Die Beeinträchtigungen durch tieffrequente Geräusche oder sogenannte „Brummton“-Phänomene im Wohnumfeld haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Genaue Ursachen für das erhöhte Belästigungsempfinden sind nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass sich die akustische Landschaft des Wohnumfeldes wahrnehmbar verändert. Einerseits nehmen die Siedlungsdichte und der Verkehr zu, Wohngebäude werden…
Gerade für Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen ist eine möglichst saubere Luft sehr wichtig. Die Ausgabe 01/2017 der Zeitschrift UMID informiert über die vorläufigen Luftmessdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA) für das Jahr 2016 und diskutiert die Zusammenhänge von Luftbelastungen mit der Lungenerkrankung COPD.
Ein weiterer Beitrag erläutert, wie es drei Jahrzehnte nach dem…
Seit 2016 gibt es neue gesetzliche Vorgaben für die Bewertung der Gewässer hinsichtlich ihrer stofflichen Belastung. Und auch im Bereich der Hydromorphologie wurden und werden neue Bewertungsinstrumente entwickelt. In der Broschüre „Gewässer in Deutschland: Zustand und Bewertung“ sind diese Bewertungsinstrumente zusammengestellt. Ihre Anwendung verdeutlicht die noch offenen Probleme im…
Broschüren
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