Naturnahe Flusslandschaften dienen der Erholung und Freizeitgestaltung
Ruhige Umgebung, Anregung der Sinne, Naturerlebnisse: Naturnahe Flussabschnitte bieten nicht nur Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sie sind auch wertvolle Lebens- und Erholungsräume für den Menschen. Durch Aktivitäten und Erlebnisse im und am Gewässer können Menschen Stress abbauen und neue Energie schöpfen. Die Nachfrage nach Freizeitangeboten, sportlichen Aktivitäten und Naturerleben an Flüssen ist steigend (BMWi 2016).
Zu den zahlreichen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, die Fließgewässer bieten, zählen beispielsweise:
- Wassersport (Angeln, Rudern, Kanufahren, etc.),
- Sport (Joggen, Walken, Wandern, Radfahren, etc.),
- Erholung (Baden, Spaziergänge, etc.),
- Zelten und Grillen,
- Naturbeobachtung und Naturerleben,
- Umweltbildung (Naturerlebnispfad, Naturlehrpfad).
Ein naturnaher, lebendiger Fluss oder Bach wird als attraktiver für die Erholung empfunden als ein schnurgerades Gewässer in eintöniger Umgebung (Junker & Buchecker 2008). Im Idealfall berücksichtigt also eine nachhaltige Fließgewässerentwicklung neben den ökologischen Zielen auch die Ansprüche der Erholungssuchenden. Maßnahmen zur Förderung von Erholungslandschaften im Zuge von Fließgewässerrenaturierungen umfassen beispielsweise:
- Erhöhung der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit von Fließgewässern,
- Bereitstellung von Räumen für Bewegung und Sport in und an Gewässern,
- Verbesserung des wassergeprägten Landschaftsbildes,
- Schutz und Pflege von Gewässerflächen und Ufern,
- Vermeidung von Zerschneidung und Überbauung des Erholungsraums (z. B. Auenlandschaft).
Wird ein Gewässer durch Renaturierungsmaßnahmen zugänglicher und erlebbarer, so steigert das die Akzeptanz für die Maßnahme. Ein Beispiel dafür ist die Renaturierung der Isar in München. Diese Umgestaltung wurde nicht zuletzt wegen ihrer Akzeptanz in der Bevölkerung mit dem DWA-Gewässerentwicklungspreis 2007 ausgezeichnet.