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Empfehlungen des FBU zum methodischen Vorgehen bei der Bestimmung von niedrigen PFAS-Gehalten in Böden

Die Gruppe der Per- und Polyfluorierten Alkylsubstanzen steht auf Grund ihrer Persistenz,
sowie anderer besorgniserregender Eigenschaften im Fokus von Öffentlichkeit und
Regulierung. Ihre physikochemischen Eigenschaften und das ubiquitäre Auftreten einiger
PFAS machen sie zu relevanten Stoffen für vorsorgenden und nachsorgenden Bodenschutz.
Für einige Verfahren zur Analyse von PFAS in Böden sind bereits genormte Methoden
vorhanden (DIN 38414-14 zur PFAS-Analytik mittels HPLC-MS/MS, DIN 19528 und 19529
mit besonderer Berücksichtigung der Vorgehensweise zur Elution organischer Schadstoffe),
bei anderen läuft die Normung derzeit noch (CEN-Norm zur Aktualisierung der DIN 38414-
14, DIN 3608 zur Anwendung des TOP-Assays auf Bodenproben), während beispielsweise
für die Bestimmung von niedrigen PFAS-Feststoffgehalten in Mineralböden naturnaher
Nutzung außerhalb von Verdachtsflächen dem FBU keine Methode bekannt ist, für die
aktuell eine Normung angestrebt wird; die o.g. CEN-Norm strebt voraussichtlich eine für den
Hintergrundbereich akzeptable Bestimmungsgrenze (~0,1 µg/kg je PFAS) an.
Dennoch werden für Regulierung und Bewertung geeignete Methoden benötigt, die einen
niedrigen PFAS-Feststoffgehalt nach aktuellem Kenntnisstand möglichst präzise darstellen
können. Besonders in Bereichen, in denen niedrige PFAS-Gehalte erwartet werden (bspw.
bei der Ermittlung von Hintergrundgehalten oder der Abgrenzung von Schadensfällen
gegenüber unbelasteten Vergleichsflächen) haben jüngere Untersuchungen gezeigt, dass
Ergebnisse und ihre praktische Interpretierbarkeit oftmals von zu hohen
Bestimmungsgrenzen beeinträchtigt werden.
Daher hat der FBU verschiedene Variationen diskutiert und kommt zu
den folgenden Empfehlungen bei der Auswahl von Methoden für eine Bestimmung von
PFAS-Gehalten im Bereich von niedrigen PFAS-Feststoffgehalten. Anforderungen an die
Erhebung von Hintergrundgehalten und die Ableitung von Hintergrundwerten, die von der
Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO, 2017) erarbeitet wurden, sowie
bestehende Normverfahren und der Leitfaden zur PFAS-Bewertung (BMUV, 2022) wurden
dabei berücksichtigt und, wo erforderlich, um PFAS-spezifische Anforderungen ergänzt.
Ziel dieser Empfehlungen ist, ein einheitliches Vorgehen zur Bestimmung von niedrigen
PFAS-Gehalten in Mineralböden zu etablieren; insbesondere für die Erhebung von
Hintergrundgehalten.

Dokument

Bestimmung PFAS im Boden (469,64 kB)

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