30.08. bis 08.09.2013
Wie werden wir in Zukunft leben? Und wie sieht die Stadt von morgen aus? Die Frage, wie sich Gesellschaft versteht, hat eine große Wirkung auf die Form, die Entwicklung und das Zusammenleben in den Städten. „Das Utopische Institut“ von Christoph Ziegler eignet sich den Stadtraum an als Ort für sozialen Austausch und künstlerische Interaktion. Sein nomadisches Installationsprojekt bietet einen Zwischenraum, in dem über Möglichkeiten gesellschaftlicher Initiative und über die Notwendigkeit von alternativen Lebensmodellen und Utopien diskutiert wird.
Nach Stationen in Leipzig, Weimar, Skopje und Hamburg siedelt sich das Utopische Institut auf Einladung des Umweltbundesamtes in der Dessauer Innenstadt an. Die temporäre Mikroarchitektur bietet knapp zwei Wochen lang eine Plattform zum Mitreden und Nachdenken über qualitative und nachhaltige Ziele einer städtischen Entwicklung. Wie könnte ein individuelles oder gemeinschaftliches Engagement aussehen, das den demografischen Strukturwandel als Herausforderung erkennt und den Stadtraum im Prozess zwischen Konzentration und Dezentralisierung kreativ nutzbar macht? An den Diskussionen nehmen Initiativgruppen und Gäste aus Dessau, Berlin, Leipzig und Hamburg teil.
Christoph Ziegler studierte an der Universität der Künste Berlin. Seine oft raumgreifenden Arbeiten beschäftigen sich mit den sozialen Aspekten eines durch Ökonomie und technischen Fortschritt geprägten urbanen Lebensraumes. In seinen Projekten wird der öffentliche Raum zum Gegenstand interaktiver und performativer Recherche. Ziegler lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Hamburg. 2010 nahm er am ACC Artist-in-Residence-Programm der Stadt Weimar teil.
Städte im Wandel: Bis 2030 werden voraussichtlich fünfMilliarden Menschen die Städte bevölkern,wobei sich diese Entwicklungnicht gleichmäßig vollzieht. Währendin Asien und Afrika immer mehrMegacities entstehen, entwickelnKommunen in Europa Strategien zur Bewältigung des wirtschaftlichenStrukturwandels, der Abwanderungjunger Menschen, der Schrumpfungund Alterung der Bevölkerung.Damit wächst die Bedeutung einer sozialverträglichen, ökonomisch soliden Stadtentwicklung, die für die Menschen in Innenstädten Gesundheit und eine hohe Lebensqualität gewährleistet, ohne zusätzliche Belastungen für die Umwelt zu verursachen.
Eröffnung des Utopischen Instituts in der Hobuschgasse 1 06844 Dessau-Roßlau (ehemals Verbrauchschutzzentrale) am Freitag, 30. August um 19 Uhr
Begrüßung:
Dr. Harry Lehmann,Fachbereichsleiter Umweltbundesamt
Musikalische Einführung durch das Ein-Mann-Kammerorchester Mark Matthes
Öffnungszeiten:
täglich 15 bis 20 Uhr (außer Montag, 2. September)
Eintritt frei
Mit freundlicher Unterstützung der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft mbH (dwg)