Alternative Bekämpfungsmaßnahmen
Eine kurze Vegetation ist für Feldmäuse, wie auch für viele andere Nagetierarten nachteilig, da ihnen hierdurch die nötige Deckung gegen Fressfeinde fehlt. Eine entsprechende Pflege der Bereiche dient als Vorsorgemaßnahme, um eine Ansiedlung zu verhindern.
Verschiedene Pflanzenarten, wie z.B. Kaiserkrone, Wolfsmilchgewächse, Schwarzer Holunder und Thuja, werden nur sehr selten von Wühlmäusen gefressen. Zur Abwehr oder zum Vertreiben von Wühlmäusen sind sie jedoch nicht geeignet. Auch viele andere Hausmittel wie Kaffeesatz, Hunde-, Marder- und Menschenhaare, verschiedene Jauchen, Molke und Buttermilch, alter Fisch und Rollmöpse, in Wühlmausgänge gelegte Thuja- und Nussbaumzweige, verkehrt herum in den Boden gesteckte Flaschen ohne Boden, in denen der Wind summende Geräusche erzeugt, sind meistens wirkungslos.
Im Erwerbsobstbau können Migrationsbarrieren in Form eines engmaschigen Drahtzauns, der in den Boden eingegraben wird, die erneute Zuwanderung von Wühlmäusen in ein frei gemachtes Gebiet verhindern. Bei neuen Pflanzungen können Drahtkörbe den Wurzelballen schützen. Bei starkem Befall helfen jedoch nur Lebend- oder Schlagfallen bzw. Rodentizide.
Bei Bekämpfungsmaßnahmen ist darauf zu achten, dass die besonders geschützten Maulwürfe nicht zu Schaden kommen. Dies bereitet insbesondere durch die Tatsache Schwierigkeiten, dass Maulwürfe, Schermäuse und Feldmäuse gemeinsam vorkommen können und dann auch teilweise die gleichen Gänge benutzen.