Vorbeugende Maßnahmen
Den vorbeugenden Maßnahmen kommt bei der Bekämpfung von Nagetieren eine besondere Bedeutung zu. Prinzipiell gilt, dass Wanderratten nur dort vorkommen, wo es auch Nahrung und Nistmöglichkeiten für sie gibt. Werden ihnen diese Lebensgrundlagen durch vorbeugende Maßnahmen von vorneherein entzogen, so kann eine dauerhafte Ansiedlung dieser Schädlinge verhindert werden.
Ratten im Kanalsystem ernähren sich von Speiseresten, die über die Toilette entsorgt werden. Dies sollte daher unbedingt vermieden werden. Um zu vermeiden, dass Ratten über die Abwasserrohre in Gebäude eindringen können, werden spezielle Rückstauklappen angeboten. Durch bauliche Maßnahmen können auch Fensteröffnungen durch Gitter und Tür- bzw. Torspalten durch Bürstenleisten oder ähnlichem gesichert werden. Bei der Haltung von Kleintieren (z.B. Kaninchen oder Hühner) ist darauf zu achten, dass keine Futterreste unnötig herumliegen, die Schädlinge anziehen können. Dies gilt auch für Komposthaufen im Garten, auf die keine Speisereste ausgebracht werden sollten. Auch die Lagerung von Gerümpel und Abfällen begünstigt die Ansiedlung von Schadnagern, die auf diese Weise ungestörte Nistplätze finden.
Alternative Bekämpfungsmaßnahmen
Wanderratten lassen sich nur sehr schwer mit mechanischen Fallen fangen. Zudem ist bei der Anwendung dieser Fallen Vorsicht geboten, da je nach Fallentyp aufgrund der hohen Schlagkraft eine Verletzungsgefahr für den Anwender, aber auch für Kinder und Haustiere besteht. Als Köder für Fallen ist beispielsweise Erdnussbutter oder Nuss-Nougat-Creme geeignet. Treten Ratten gehäuft auf, lassen sie sich meist nur mit Giftködern bekämpfen.
Hunde und Katzen tragen möglicherweise dazu bei, eine Ansiedlung von Mäusen und Ratten in Gebäuden zu verhindern, können einen vorhandenen Befall jedoch nicht beseitigen.
In Bau- und Gartenmärkten werden teilweise auch Geräte angeboten, die Schall, Ultraschall oder elektromagnetische Felder erzeugen und Nagetiere vertreiben sollen. Nach bisherigem Kenntnisstand haben sich alle diese Geräte als wirkungslos erwiesen. Mit ihnen lassen sich Ratten weder fernhalten noch bekämpfen.
Es wird dringend empfohlen, spätestens bei größerem Rattenbefall den Rat von Mitarbeitern des örtlichen Gesundheitsamtes oder eines professionellen Schädlingsbekämpfers einzuholen.
weiterführende Informationen:
Ratten Infoblatt
Broschüre des Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitschutz und technische Sicherheit (Berlin) zu vorbeugenden Maßnahmen gegen Ratten