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Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Das Frühwarnsystem für starke bzw. extreme Wärmebelastung (ab 32 °C) wurde unabhängig vom Klimawandel entwickelt, da akuter Handlungsbedarf bestand. Durch rechtzeitige Warnung vor Wärmebelastung soll vor allem Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitswesens die Möglichkeit gegeben werden rechtzeitig entsprechende Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

Eckdaten zur Maßnahme

Measure carrier

Maßnahmenträger

Deutscher Wetterdienst (DWD) http://www.dwd.de/

Kooperationspartner

Landesministerien (Gesundheit, Soziales)

Duration and Financing

Beginn der Umsetzung

Dauer der Umsetzung

Seit 2005

Beteiligung

Gesundheitsbehörden einiger Bundesländer, Alten- und Pflegeheime

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

  • Aufbau von Netzwerken
  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
  • Informationsveranstaltungen
  • persönliche Befragung / Bürgeranhörung

Erläuterung

Entwicklung der Maßnahmenstrategie zur Anpassung an die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?

Das System arbeitet gerade im Bereich der Altenpflege effektiv. So konnte in Hessen die Zahl der Einlieferungen von Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen in Krankenhäusern auf Grund hitzebedingter Beschwerden deutlich reduziert werden. Gleichzeitig müssen Gesundheitsbehörden weiterhin Interventionsmaßnahmen entwickeln um auf die Warnungen des DWD auch bei anderen Personengruppen angemessen reagieren zu können.

Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?

  • Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
  • qualitative Interviews

Erzielt die Maßnahme über Klimaanpassung hinaus positive Nebeneffekte?

  • Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Hindernisse

Es bestanden technische Hindernisse bei der Weitergabe von Hitzewarnungen. Ein Internet-Newsletter wurde eingeführt, um eine Möglichkeit der Selbstanmeldung zur Verbesserung der Weitergabe von Hitzewarnungen auch an lokale Behörden zu schaffen. Zudem sind Fortbildung und Sensibilisierungen in Behörden nötig, damit Hitzewarnungen die nötige Beachtung bekommen. Auch Pflegepersonal muss zur Reaktion auf Hitzewarnungen geschult werden.
Damit sich Interessierte und Betroffene direkt informiert können, werden verschiedene Kommunikationswege eingesetzt: Email-Newsletter, um Warnungen an Behörden, Pflegeeinrichtungen und Privatpersonen zu erreichen. Einbindung der Hitzewarnungen in verschiedenen Smartphone-Apps, um Interessierte direkt (Push-Nachrichten) zu informieren. Bereitstellung von Informationsmaterialien für besonders vulnerable Gruppen der Bevölkerung in Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen (z.B. Seniorenliga).

Konflikte

Wirkt sich die Maßnahme negativ auf andere Bereiche aus?

  • Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen

Ansprechperson

Deutscher Wetterdienst (DWD)
Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung
Stefan-Meier-Strasse 4
79104 Freiburg
Deutschland

Telefonnummern
+49 69-8062-9600
mm.freiburg@dwd.de

Ort der Umsetzung

Stefan-Meier-Strasse 4-6
79104 Freiburg
Deutschland

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Links

Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n13939de