Maßnahmen zur Anpassung der Schiffbarkeit der Binnenschifffahrtsstraßen
Gravierende Einschränkungen für die Binnenschifffahrt entstehen vor allem durch Niedrigwassersituationen. Auch Hochwasser kann zu Beeinträchtigungen der Schiffbarkeit von Binnenwasserstraßen bis hin zu deren Sperrung führen. Sie dauern in der Regel aber nur wenige Tage, so dass die Anpassung vor allem im Hinblick auf Niedrigwasserereignisse erfolgen sollte.
Ein wichtiger Baustein zur Anpassung ist die Pflege und Fortentwicklung von Vorhersagesystemen. Das frühzeitige Erkennen extremer Abflusssituationen ist von hoher Bedeutung für ein effektives Mittel- und Niedrigwassermanagement und die Transportplanung.
So können Unternehmen ihre Transporte rechtzeitig umplanen oder kleinere Schiffe mit weniger Tiefgang einsetzen. Gegebenenfalls müssen Reedereien hierfür ihre Flotten entsprechend anpassen. Auch die Schaffung von Lagerkapazitäten kann helfen, Engpässe zu überbrücken, wenn die Schifffahrt stark eingeschränkt ist.
Da der Rhein besonders stark betroffen ist von zukünftigen Niedrigwassersituationen, wurde der Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ beschlossen. Gemeinsam mit Vertreter*innen großer Industrieunternehmen im Rheineinzugsgebiet und des Binnenschifffahrtsgewerbes wurden acht Maßnahmen entwickelt, um zuverlässige Transportbedingungen am Rhein sicherzustellen.