Das Untersuchungsprogramm der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit 1990-1992 umfasste neben Blut- und Urin- auch Haaranalysen. Zudem hat das UBA Stoffgehalte in der Nahrung, in der Atemluft, im Trinkwasser, Hausstaub sowie in der Innenraumluft dokumentiert. In Fragebögen gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Auskunft über ihre Lebensgewohnheiten, ihr Essverhalten und ihre Wohnsituation.
Das Untersuchungsprogramm im Einzelnen:
Schadstoffe im Körper: Blut und/oder Urin wurden auf Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer und Quecksilber getestet. Außerdem hat das UBA die Belastung mit Nikotin und dessen Abbauprodukt Cotinin erfasst. Zusätzlich haben die Forscherinnen und Forscher bei einer Unterstichprobe (1294 Erwachsene, 695 Kinder) den Gehalt von Pentachlorphenol (PCP) im Urin analysiert. Nachträglich wurde zeitgleich mit dem "Umwelt-Survey von 1997 bis 1999" die Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) untersucht (Unterstichprobe 150 Erwachsene, 668 Kinder). Bei den Kindern wurde zudem der Gehalt sogenannter freier erythrozytärer Protoporphyrine (FEP) im Blut gemessen. Er dient als zusätzlicher Parameter für die Bleibelastung.
Im Kopfhaar wurde die Konzentration von Aluminium, Barium, Blei, Bor, Cadmium, Calcium, Chrom, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Platin, Strontium, Thallium und Zink ermittelt. Die Nikotin- und Cotininbelastung hat das UBA an einer Unterstichprobe (1317 Erwachsene, 255 Kinder) getestet. Die Gehalte von Cäsium, Palladium, Uran sowie Vanadium im Kopfhaar wurden an 632 Erwachsenen und 131 Kindern untersucht.
Substanzen in der Nahrung: Das UBA hat die Nahrungsduplikate von 318 Erwachsenen aus den neuen Bundesländern analysiert auf ihren Gehalt an: Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Calcium, Chrom, Eisen, Kupfer, Kalium, Magnesium, Mangan, Natrium, Nickel, Quecksilber, Selen, Zink sowie Nitrat und Nitrit.
Belastung der Atemluft: Mithilfe eines Geräts, das einige Probandinnen und Probanden eine Woche lang direkt am Körper trugen, wurde der Gehalt von 74 flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) in der direkten Umgebungsluft ermittelt. Darunter waren zahlreiche organische Verbindungen der Alkane, Aromaten, halogenierten Kohlenwasserstoffe, Terpene sowie Sauerstoff enthaltende Verbindungen (Aldehyde, Alkohole, Ketone, Ester und Ether).
Schadstoffe im Hausstaub: Im Staubniederschlag und/oder Staubsaugerbeutel der Haushalte suchte das UBA nach Arsen, Blei, Bor, Cadmium, Calcium, Chrom, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Strontium und Zink. In Unterstichproben wurde der Staub außerdem auf die Schädlingsbekämpfungsmittel Lindan und PCP sowie auf Pyrethroide und Piperonylbutoxid (PBO) getestet.
Schadstoffe im Trinkwasser: Spontan- und Stagnationsproben, die mehrere Stunden in den Leitungen gestanden hatten, wurden auf Blei, Cadmium, Calcium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Natrium und Zink untersucht.
Schadstoffquellen: Aus den Fragebögen und den Informationen der Blut-, Urin- und Kopfhaar- sowie Hausstaub-, Luft und Trinkwasseranalysen konnte das UBA schließen, wie die Belastung mit einzelnen Stoffen und die Lebensgewohnheiten zusammenhängen. Eine Zusammenhangsanalyse entstand für Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber (siehe Berichtsbände).