Zur Bedeutung des Handlungsfelds
Eine sichere, umwelt- und klimaverträgliche sowie bezahlbare Energieversorgung ist elementar für Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. Die Energiewende hat das Ziel, das Energiesystem umzubauen und mit erneuerbaren Energien sowie sparsamer und effizienter Energienutzung dauerhaft eine Energieversorgung zu gewährleisten, die diesen Anforderungen gerecht wird. Für die Energiewende wurde das Ende der Nutzung fossiler und nuklearer Energieträger beschlossen: Der Ausstieg aus der Kernenergie wurde im Jahr 2023 vollzogen, bis 2038 wird die Strom- und Wärmeerzeugung aus Kohle beendet. Der Umbau des Energiesystems erfordert weitreichende strukturelle und infrastrukturelle Anpassungen in allen Bereichen der Energiewirtschaft. Diese umfassen den Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze, die Umstellung der Strom-, Wärme- und Kälteversorgung auf erneuerbare Energie und die Flexibilisierung des Energiesystems. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist zusätzlicher Handlungsbedarf zur Sicherung der Energieversorgung entstanden.
Mit der vorrangigen Nutzung erneuerbarer Energien nimmt der Bestand an Anlagen zu, die Wetter und Witterung und damit den sich ändernden klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind. Bei Planung und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sind die Klimaänderungen zu berücksichtigen, um – auch mit Blick auf die Langfristigkeit der Investitionen – negative Folgen und spätere Anpassungskosten zu vermeiden.