Aussehen und Vorkommen
Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) gehört zur Ordnung der Tierläuse (Phthiraptera) innerhalb der Insekten. Neben der Kopflaus sind auch die Kleiderlaus (Pediculus humanus humanus) und die Filzlaus (Phthirus pubis) auf den Menschen spezialisiert und humanmedizinisch von Bedeutung. Tierläuse sind streng wirtsspezifisch und bleiben für ihre Entwicklung auf dem Wirt, da sie auf regelmäßige Blutmahlzeiten angewiesen sind. Läuse nehmen im Abstand von etwa vier bis sechs Stunden für wenige Minuten Blut vom Wirt auf. Der nach der erforderlichen Blutaufnahme rötlich bis bräunlich gefärbte Darmtrakt ist durch die Körperoberfläche gut sichtbar.
Zum Weiterlesen:
Kleiderläuse kleiderlaus-information
Filzläuse Filzläuse: Behandlung und Vorbeugung | gesund.bund.de
Aufgrund ihrer Bedeutung wird im Folgenden auf die Kopflaus eingegangen.
Kopfläuse leben dauerhaft bevorzugt im Kopfhaar des Menschen. Ihre Beine sind so ausgeprägt, dass sie sich gut an Haaren festhalten können. Außerdem verfügen sie über Mundwerkzeuge, mit denen sie Stechen und Saugen können. Erwachsene Tiere werden bis etwa 3 mm lang. Larven und ausgewachsene Läuse ähneln sich in der Gestalt und sehen hell bis gräulich aus. Eine ausgewachsene Kopflaus lebt etwa drei bis vier Wochen. Weibchen können drei bis vier Eier je Tag und in diesem Zeitraum insgesamt etwa 90 Eier ablegen. Die circa 0,8 mm großen, hellen gelblichen gedeckelten Eier werden mit einer wasserunlöslichen Substanz an den Haaren fixiert. Die Entwicklung einer Laus vom abgelegten Ei erfolgt über drei Larvenstadien zum geschlechtsreifen Tier und dauert in der Regel 17 bis 22 Tage.