Durch die im Frühjahr 2014 anstehende Neuwahl des EU-Parlaments und die Herbst desselben Jahres anstehende Neubesetzung der EU-Kommission ergeben sich große Änderungen in der EU. Umweltverbänden muss es gelingen, gegenüber der neuen EU-Kommission Umweltthemen hoch auf die Agenda zu setzen, damit aus dem Personalwechsel auch ein Politikwechsel wird. Die EU-Koordination will mit diesem Projekt die Tür zu den neuen Akteuren in der Kommission öffnen und dadurch die deutschen Umweltverbände motivieren, sich gleich zu Beginn der Politikprozesse auf höchster Ebene in das EU-Geschehen einzubringen. Der Weg führt neben konstanten Informationen durch Publikationen, die Homepage und den EU-Umweltnewsletter über Treffen mit VertreterInnen der Kommission und Repräsentanten aus den Umweltverbänden sowie eine Lern- und Lobbyfahrt nach Brüssel.
Thematisch soll das Projekt die Agenda der neuen EU-Kommission aufgreifen, die es erst ab Herbst 2014 mit dem Amtsbeginn der neuen Kommission geben wird. Im 7. Umweltaktionsprogramm, der Langfristumweltplanung der EU bis 2020, sind neun Schwerpunktbereiche festgeschrieben. Allerdings ist noch nicht absehbar, welche Schwerpunkte die neue Kommission zu Beginn ihrer Amtszeit setzen wird. Das 7. UAP stellt fest, dass es "Anzeichen dafür (gibt), dass die ökologischen Grenzen des Planeten in Bezug auf Biodiversität, Klimawandel und Stickstoffkreislauf überschritten sind". Die Themenschwerpunkte des Projektes sollen an die aktuelle Agenda der Kommission angepasst werden und einen Beitrag leisten, dass die EU die planetaren Belastbarkeitsgrenzen einhält.
Ziel des Projektes ist es, die deutschen Umwelt- und Naturschutzorganisationen zu motivieren, sich frühzeitig an den Brüsseler Gesetzgebungsprozessen zu beteiligen und sicherzustellen, dass Umweltthemen in der neubesetzten Kommission eine zentrale Rolle spielen.