Umwelt und Naturschutz beginnen vor der eigenen Haustür. In den Großstädten liegt Gärtnern groß im Trend. Die Betätigungsfelder sind hier sehr vielfältig und reichen von Urban Gardening über Eigenheime mit Gartenbereichen hin zu Townhouses im Innenstadtbereich. Nicht zu vergessen sind Kleingärten, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen und für viele Menschen in Siedlungsräumen wertvoller Rückzugs- und Erholungsraum sind. Diese werden gerade auch von jungen Familien „neu“ entdeckt und nachgefragt, um dort insbesondere mit kleinen Kindern Natur zu erfahren und Nahrungsmittel als Zusatzversorgung für den Eigenverbrauch anzubauen.
Mit dem Projekt soll auf negative Tendenzen reagiert werden: In der Gartengestaltung werden heimische Pflanzen- und damit auch die Tierarten zunehmend verdrängt, der Rückgang vieler Arten in Siedlungsräumen wird damit beschleunigt. Darüber hinaus werden oftmals arglos chemische Pflanzenschutzmittel und Insektizide eingesetzt, z. B. um gepflasterte Wege, Terrassen, Einfahrten etc. freizuhalten. Hier gibt es dringend Kommunikations- und Handlungsbedarf, um über Risiken und Umweltauswirkungen aufzuklären und Alternativen aufzuzeigen.
So wird das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge beim Gärtnern geschärft und es sollen so wertvolle Oasen für das Stadtklima und die Biodiversität erhalten bzw. geschaffen werden.
Im Rahmen des Projektes soll mittels einer Webseite, des Wettbewerbs „Gesunde Oasen gesucht“ und der Gartenbox „Gewusst wie“ (Karteikartensystem) Wissen und Anleitung zum Pflegen nützlicher Nachbarschaften beim Pflanzen (Mischkultur), dem ABC der Fruchtfolge, zum artenfreundlichen Pflanzenkauf, dem richtigen Dünger, Pestizidverzicht, Nützlingen im Garten u.v.a.m. vermittelt und in die Praxis umgesetzt werden.
Der Wettbewerb soll bundesweit Anreiz zur Umsetzung ökologisch verträglichen Gärtnerns geben. Prämiert werden sollen die besten Gartenprojekte, eine enge Kooperation mit den Landesgartenverbänden ist geplant.