Garten.Werk.Stadt

Das Bildungsprojekt Garten.Werk.Stadt soll nachhaltige Entwicklung fokussieren, vermitteln und praktisch umsetzen. Der Bahnhofsgarten wird als Bildungsstätte und als Mittel zum lebenslangen Lernen von und mit der Natur begriffen. Mithilfe von offenen Werkstätten soll ein Raum entstehen, indem eine direkte Auseinandersetzung mit interdisziplinären Themen wie Mobilität, nachhaltigem Konsum und Ernährung stattfinden kann. Die Zusammenrbeit zwischen allen Akteurinnen und Akteuren beruht auf Partizipation und dem transkulturellen und generationellen Miteinander, um einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung demokratischer Kultur im ländlichen Raum zu leisten.

Der Bahnhofsgarten (Baustein 1) dient sowohl der Wissensaneignung, als auch der -vermittlung und soll ein frei zugänglicher Experimentier- und Begegnungsraum sein. Die Aktivitäten im Bahnhofsgarten werden in einer Gruppe partizipativ geplant und gestaltet.

Als Aktion ist z. B. die Einrichtung einer Draußenküche mit einem Lehmbackofen möglich, in der durch weitere Workshops ein bewusster Umgang mit (selbstangebauten) Lebensmitteln vermittelt werden kann. Fertigkeiten wie der ökologische Anbau und die umweltschützende Nutzung von Gemeinschaftsgärten sollen gemeinsam erfahren, erlernt und weitergegeben werden. Der Bahnhofsgarten wird als Ort eines Generationen- und Kulturdialogs verstanden, da hier z. B. ältere Menschen ihr Wissen an jüngere weitergeben und gemeinsame Patenschaften für Flächen übernehmen. Außerdem ist die Kooperation mit einem lokalen Imkerverein angedacht.

Bestehende Angebote des Jugendzentrums, wie das Sommerfest, werden in die Gartenentwicklung einbezogen.

Baustein 2 sind die geplanten Werkstätten im gartennahen Bahnhofsanbau. Im Rahmen einer Workshopreihe soll der Raum nach den Bedürfnissen und Vorstellungen der Teilnehmenden gemeinsam geplant und gestaltet werden. Denkbar wäre eine Werkstatt, die mit einem Nachbarschaftscafé verbunden wird. Der Raum kann für regelmäßige Wochenangebote und Workshops zu Themen wie Konsumkritik genutzt werden. Diese sollen dazu anregen, sich an bereits vorhandenen Materialien und Produkten auszuprobieren und diese nachhaltig weiter zu nutzen (z. B. Up- & Recycling).

Baustein 3 „Garten macht Schule“ stellt die Verknüpfung des Bahnhofs als außerschulischen Bildungsort mit Schule dar. Vorstellbar ist ein regelmäßiges Angebot z.B. eine Garten-AG im Ganztagsschulbereich und acht Aktionswochen mit Schüleriinnen und Schülern verschiedener Schultypen. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler zu aktive Gestalterinnen und Gestaltern des Gartens werden und dabei ihre Kompetenzen stärken.

In allen drei Bausteinen soll die positive Wahrnehmung des Bahnhofsgartens und Werkstattraums als lebendiger Ort in der Nachbarschaft und Raum des informellen Lernens im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung gestärkt werden.

Thema (Bereich)Umweltbildung, Umweltbewusstsein und Umweltberatung
AntragstellerPfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Laufzeit bis
Fördersumme88.300 €