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Einfach einsteigen - Zugänglichkeitscheck des ÖPNV

Ziel ist, die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs vor Ort bekannter zu machen, seine Nutzung zu vereinfachen und neue Nutzergruppen zu gewinnen. Defizite werden mit einem standardisierten Fragebogen (ÖPNV-Checkliste) ermittelt, der im Projekt entwickelt, erprobt und angewendet wird. Die Ergebnisse der Erhebungen werden öffentlich präsentiert und den Kommunen/Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt, die die ermittelten Defizite bearbeiten und mit positiven Ergebnissen werben können.

Öffentliche Verkehrsmittel sind die umweltschonendere und sicherere Alternative zum Autofahren. Bei guter Auslastung ersparen Busse und Bahnen der Umwelt Lärm, Schadstoffe und Treibhausgase. Um diese Vorteile auszuspielen, müssen mehr Menschen zum Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr (ÖV) bewegt werden. Dafür muss an erster Stelle das Angebot im ÖV stimmen: ein gut ausgebautes Liniennetz, kurze Taktzeiten, Pünktlichkeit und gute Anschlüsse innerhalb der Reisekette. Weitere Voraussetzung für einen erfolgreichen ÖV ist, dass er überhaupt als attraktives Mobilitätsangebot wahr genommen wird: Haltestellen und Verkehrsmittel müssen barrierefrei und einladend sein, Basisinformationen überall verfügbar, Fahrpläne vorhanden und lesbar, der Übergang zu anderen Verkehrsmitteln erkenn- und erreichbar sein. Darüber hinaus muss die Nutzung unkompliziert sein, denn nach wie vor ist für viele Menschen das Bus- und Bahnfahren ein Buch mit sieben Siegeln.

Hier setzt das Projekt „Einfach einsteigen - Zugänglichkeitscheck des ÖPNV“ an. Dazu wird eine ÖPNV-Checkliste erarbeitet, mit der in sechs Modellregionen dokumentiert werden soll, inwieweit die lokale Situation dazu einlädt, den ÖPNV zu nutzen. Zugangshindernisse zum ÖPNV sollen identifiziert und Maßnahmen abgeleitet werden, die das Angebot vor Ort verbessern. Der Fokus liegt dabei auf Personen, die den Nahverkehr selten beziehungsweise gar nicht nutzen, um neue Nutzerschichten zu erreichen. Durch eine standardisierte Erhebung wird der Vergleich zwischen verschiedenen Regionen beziehungsweise Städten ermöglicht. Regionen mit Entwicklungsbedarf können so von besonders vorbildlichen Kommunen lernen und das eigene ÖPNV-Angebot verbessern. Eingebettet ist der ÖPNV-Check in eine intensive Öffentlichkeits- und Pressearbeit, um die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und möglichst viele Nachahmer, auch nach Projektende, zu gewinnen. Ergänzend werden eine Onlineumfrage und ein Kurzfilm entwickelt.

Thema (Bereich)
Verkehr und Umwelt
Antragsteller
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
Laufzeit
bis
Fördersumme
148.480 €

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Links

Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n61244de