Ein blaues Band für Wasserstraßen

Die laufende Reform der Wasser- und Schifffahrtsstraßenverwaltung des Bundes geht einher mit einer teilweisen Rückstufung von Flüssen bzw. Flussabschnitten, die als Bundeswasserstraßen klassifiziert sind. Analog zum Nationalen Naturerbe im terrestrischen Naturschutz ergibt sich durch diese Nutzungsaufgabe bzw. –einschränkung ein großes Potenzial für den Fließgewässer- und Auenschutz. Unabhängig davon müssen aber auch an güterverkehrlich genutzten Wasserstraßen die Vorgaben der europäischen ⁠Wasserrahmenrichtlinie⁠ umgesetzt werden.

Mit der Entwicklung eines Bundesprogramms Blaues Band und der Diskussionen im Rahmen des Elbe-Gesamtkonzepts werden aktuell zwei gewässerpolitische Diskurse zu Bundeswasserstraßen geführt, die durch den verbandlichen Naturschutz konstruktiv mit begleitet werden sollten um naturschutzfachliche Aspekte in die Konzeptionen einzubringen.

Darüber hinaus soll mit dem Projekt ein erweiterter politischer Diskurs gefördert werden, der über die Beratergremien der behördlichen Prozesse hinaus geht. Anknüpfend an das zurzeit noch laufende Vorhaben „Ein blaues Band für lebendige Flüsse – mehr Natur an Bundeswasserstraßen“ soll das Projekt den weiteren Umsetzungsprozess der Wasserstraßenreform und die damit einher gehenden Möglichkeit einer ökologischen Gewässerentwicklung fachlich wie politisch begleiten und in einer Pilotregion exemplarisch weiter konkretisieren.

Thema (Bereich)Wasser und Gewässerschutz
AntragstellerNABU, Naturschutzbund Deutschland
Laufzeit bis
Fördersumme134.671 €