Im Juni 2017 findet die 6. EHP MK in der Tschechischen Republik statt. Umwelt- und Gesundheitsminister(innen) aus 53 Ländern der WHO Europa Region sind aufgefordert, verbindliche Ziele zu vereinbaren und geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Schutz von Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region deutlich anzuheben.
Leider wurden viele Ziele aus der 5. MK bisher nicht ausreichend umgesetzt (z. B. im Bereich Asbest). Deshalb muss die 6. MK Mitgliedsstaaten dazu zu bewegen, diese Ziele zusammen mit neuen SMART Zielen in nationale Umsetzungsprogramme und Haushalte zu integrieren, um deren Realisierung sicher zu stellen. Umweltbedingte Krankheiten nehmen zu, der politische Wille, diese Probleme zu bewältigen, sollte nicht abnehmen.
Die 6. MK ist eine wichtige Gelegenheit, umweltbedingte Erkrankungen und Umweltschutz zur politischen Priorität zu machen. Die aktive Teilnahme und Unterstützung der Zivilgesellschaft sollte sichergestellt sein, um dieses Ziel und ein starkes Ergebnis der MK, insbesondere im Bereich Chemikalien und Asbest, zu erreichen. WECF möchte mit Hilfe dieses Projekts im Rahmen der MK das Engagement der Zivilgesellschaft koordinieren, den Kontakt zu NGOs, v. a. in der EHP Region intensivieren, Positionspapiere erarbeiten, Beiträge aus den Ländern und Regionen vorbereiten, wo die bekannten Umwelt- und Gesundheitsgefahren benannt sein sollten, es bisher aber nicht ausreichend sind. In Kooperation mit Umwelt-, Frauen, Jugendorganisationen, innovativen Institutionen und Entrepreneurs in Deutschland und der WHO-Region Europa wird WECF Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung entwickeln und Eingaben zum Deklarations-Entwurf machen.
Nach der MK werden sich WECF und seine Partner in nationalen Assessments und Dialogen sowie im Rahmen der SDG-Prozesse dafür einsetzen, dass die getroffenen Verpflichtungen umgesetzt werden und, wo möglich, in nationale Gesundheitspläne und -programme und Pläne zur nachhaltigen Entwicklung und deren Budgets integriert werden.


