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Messunsicherheit für Verfahren zum Vollzug und zur Weiterentwicklung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung

Bei vielen analytischen Verfahren für Böden und Altlasten ist die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse nur eingeschränkt gegeben. Oft liegt die Vergleichstandardabweichung, d.h. die Variabilität von Messergebnissen, die von unterschiedlichen Laboren ermittelt wurden, deutlich oberhalb von 30 %. Die Ermittlung der Unsicherheit der Ergebnisse nach GUM ist für derart hohe Impräzisionen nicht geeignet, so dass die Anwendung des GUM zu oftmals unrealistischen Messunsicherheiten führt.
Die Ermittlung realistischer Messunsicherheiten erfordert die Berücksichtigung der zugrundeliegenden Varianzfunktion, welche die Abhängigkeit der Streuung von der zugrundeliegenden Konzentration beschreibt. Als effektiver Ansatz erweist sich die konzentrationsabhängige Zerlegung der Vergleichvarianz in einen konstanten und proportionalen Fehleranteil.
Weil bei besonders hohen Unsicherheiten der Messunsicherheitsbereich sehr hoch ausfällt und unter Umständen nach oben nicht beschränkt ist, wird in diesem Bericht ein Ampelkonzept verwendet. Dieses Ampelkonzept basiert auf unterschiedlichen Konfidenzniveaus (Vertrauens- wahrscheinlichkeiten). In Abhängigkeit der wahren Konzentration und der dazugehörigen Vergleichstandardabweichung kommt ein grüner, gelber oder roter Messunsicherheitsbereich zum Konfidenzniveau 95 %, 90 % und 80 % zur Anwendung.

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