Direkt zum Inhalt Direkt zum Hauptmenü Direkt zur Fußzeile

Instrumentenkasten für Städte und Gemeinden

Das Bild zeigt einen überschwemmten Laubwald. Im Vordergrund liegt ein Baumstamm auf dem Boden.
Bei der Rückgewinnung natürlicher Überflutungsflächen ergeben sich umfangreiche Synergien.
Quelle: © Fernbach Antal / stock.adobe.com)

Wenn Städte und Gemeinden hitzefester, hochwassersicherer und gleichzeitig grüner und lebenswerter werden sollen, sind gute Werkzeuge für naturbasierte Lösungen entscheidend. Das Deutsche Klimavorsorgeportal (KLiVO-Portal) bietet Kommunen eine qualitätsgeprüfte Auswahl praxiserprobter Tools, Leitfäden und Planungshilfen – kompakt, verständlich und direkt einsetzbar für mehr naturbasierte Klimaanpassung.

Inhaltsverzeichnis

So unterstützt der Instrumentenkasten Kommunen

Naturbasierte Lösungen (NbS) sind längst mehr als nur ein Trend: Sie zählen zu den nachhaltigsten und wirksamsten Bausteinen für klimaresiliente Städte und Gemeinden. Sie kühlen Stadtviertel an Hitzetagen, schützen vor den Folgen von Starkregen und stärken gleichzeitig die biologische Vielfalt und machen urbane Räume lebenswerter. Viele Kommunen stehen jedoch vor schwierigen Fragen, wie zum Beispiel: Wie findet man die passende Maßnahme? Wem und wie muss man sie erklären? Wie gelingt die Finanzierung – und wer übernimmt langfristig die Pflege?

Der Instrumentenkasten zur naturbasierten Klimaanpassung bietet hierfür Orientierung. Er bündelt erprobte Werkzeuge, Leitfäden und kompakte Informationen und unterstützt Kommunen Schritt für Schritt dabei, naturbasierte Maßnahmen in ihrer Wirkung zu verstehen, zu planen, umzusetzen und dauerhaft zu verankern. So fungiert der Instrumentenkasten als Bindeglied zwischen Wissen, Strategie und Anwendung und stärkt die Handlungskompetenz kommunaler Akteure.  

Für wen ist der Instrumentenkasten konzipiert?

Der Instrumentenkasten richtet sich an alle, die naturbasierte Lösungen in Städten und Gemeinden planen, anwenden oder fördern möchten – ob im Klimaanpassungsmanagement, in der Stadt- und Freiraumplanung, der Wasserwirtschaft, im Umweltamt oder in sozialen Einrichtungen. Auch kommunale Verbände, Vereine und externe Planungsbüros profitieren von der praxisnahen Auswahl an Instrumenten. 

Was bietet der Instrumentenkasten und wie funktioniert er?

Alle Instrumente sind im Deutschen Klimavorsorgeportal (KLiVO) verfügbar. Das Portal bietet geprüfte Klimavorsorgedienste, die nach Qualitätskriterien kuratiert werden. Dazu zählen insbesondere der direkte Bezug zur Klimaanpassung, die Anwendbarkeit für Deutschland, die wissenschaftliche Fundierung, sowie die kostenfreie und zugängliche Nutzung. Jedes Tool, jeder Leitfaden und jede Arbeitshilfe wird in einem übersichtlichen Steckbrief kurz, verständlich und direkt nutzbar vorgestellt. Sie finden:

  • eine kompakte Kurzbeschreibung
  • Hinweise zur Nutzung in verschiedenen Projektphasen
  • Rechts- und Planungskontexte
  • thematische Schwerpunkte (z. B. Biodiversität, Stadtplanung, Beteiligung)
  • Informationen zur Verfügbarkeit und zum Zugang (öffentlich, kostenlos usw.)
  • Links zu ergänzenden Dokumenten und Beispielen aus der Praxis

Der Instrumentenkasten ist entlang eines typischen kommunalen Prozesses strukturiert, der sich in vier Phasen von der ersten Orientierung bis zur Pflege erstreckt. Ein Klick führt direkt zu den passenden Instrumenten. 

Die vier Phasen des kommunalen Handelns

Hier finden Sie einen Überblick über die Fragen, welche Ihnen mithilfe des Instrumentenkastens beantwortet werden können.

1. Verstehen – Was steckt hinter NbS und warum lohnen sie sich für die Klimaanpassung?

In der ersten Phase geht es darum, das Wirkungs-, Anwendungs- und Erfahrungsspektrum von naturbasierten Lösungen zu erfassen. 

  • Was leisten NbS für Klima, Lebensqualität und Biodiversität?
  • Warum eignen sie sich besonders für die Klimaanpassung?
  • Welche Erfahrungen haben andere Städte bereits gemacht? 

Ebenso wichtig ist es, zu verstehen, wie sich unterschiedliche Akteure überzeugen lassen, welche Hemmnisse auftreten können und wo fachlicher Austausch Orientierung bietet. Im KLiVO-Portal finden Sie Instrumenten, um diese grundlegenden Fragen zu beantworten.  

Zu den Instrumenten im KLiVO-Portal im Bereich „Verstehen“

2. Planen – Wie können NbS in kommunale Planungsprozesse integriert werden?

In der Planungsphase werden naturbasierte Lösungen gezielt ausgewählt, an den jeweiligen Standort angepasst und in bestehende Entscheidungs- und Planungsprozesse integriert. Diese müssen auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, relevanten Standards und Zuständigkeiten abgestimmt werden. Zentrale Schritte sind auch die Analyse der Ausgangslage und der Ziele, die Abwägung von Handlungsoptionen, der Umgang mit Zielkonflikten, die Klärung von Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, die Bewertung von Kosten und Nutzen sowie die frühzeitige Einbindung relevanter Fachämter und Akteure. Im KLiVO-Portal finden Kommunen Instrumente, die sie bei diesen planerischen Schritten unterstützen. 

Zu den Instrumenten im KLiVO-Portal im Bereich „Planen“

3. Umsetzen – Wie wird aus einem Konzept Realität?

In der Umsetzungsphase geht es darum, naturbasierte Lösungen vor Ort umzusetzen: 

  • Welche Anforderungen müssen Ausschreibungen erfüllen?
  • Wo findet man Fachfirmen?
  • Welche Fördermodelle oder Anreize motivieren verschiedene Akteure?
  • Und wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen Ämtern sowie eine breite Einbindung betroffener Bevölkerungsgruppen und anderer Akteure? 

Das KLiVO-Portal stellt hilfreiche Instrumente bereit, um Fragen zur Umsetzungsphase zu beantworten. 

Zu den Instrumenten im KLiVO-Portal im Bereich „Umsetzen“

4. Unterhalten & Evaluieren – Wie bleiben NbS auf Dauer wirksam und wie kann das überprüft werden?

Damit naturbasierte Lösungen langfristig wirken, müssen sie gepflegt, an Klimaveränderungen und Erkenntnisfortschritt angepasst und regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Zu den damit verbundenen Aufgaben gehören die Erstellung geeigneter Pflegepläne, die Erstellung passender Ausschreibungen, die Suche nach Fachfirmen, wie auch der Nachweis von Erfolg und Nutzen und die Entwicklung praxistauglicher Monitoringansätze. Auch die langfristige Finanzierung der Pflege und eine gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren spielen eine entscheidende Rolle. Im KLiVO-Portal steht eine Auswahl an Instrumenten bereit, die Kommunen dabei unterstützen, naturbasierte Maßnahmen dauerhaft wirksam zu erhalten. 

Zu den Instrumenten im KLiVO-Portal im Bereich „Unterhalten & Evaluieren“

Schlagworte

Kurzlink: https://www.uba.de/n111939de