Umweltbewusstseinsstudie 2018
Bevölkerung erwartet mehr Umwelt- und Klimaschutz von allen Akteuren
Nachhaltigkeits- und Umweltprobleme haben meist vielfältige, oft auch globale Ursachen. Deshalb müssen Lösungen auch auf internationaler Ebene gefunden werden. Die internationale Zusammenarbeit im Umweltschutz hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine immer größere Bedeutung erhalten. Die wichtigsten Adressaten des UBA sind die Institutionen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, die OECD sowie die Länder Mittel- und Osteuropas. Für die deutsche Nachhaltigkeitspolitik ist die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie besonders relevant. Das Umweltbundesamt erarbeitet Strategien, um vorausschauend und unter Beachtung von Prozessen und Ressourcen langfristig auf Entwicklungen Einfluss zu nehmen.
Bevölkerung erwartet mehr Umwelt- und Klimaschutz von allen Akteuren
Im Vorfeld des dritten Deutsch-Indischen Umweltforums trafen sich am 5. und 6. Februar 2019 Vertreterinnen und Vertreter des Bundesumweltministeriums, der GIZ und des Umweltbundesamtes u.a. mit dem Indischen Ministerium für Umwelt, Wald und Klimaschutz in Neu-Delhi.
Das Schweizer Bundesamt für Umwelt hat im November 2018 gemeinsam mit den Umweltämtern von Deutschland, Österreich und Liechtenstein sowie dem Umweltministerium von Luxemburg zum Dialog und Erfahrungsaustausch hinsichtlich grüner Finanzen eingeladen. Nun sind die Präsentationen und Videointerviews der Referentinnen und Referenten online.
Wie stark schreitet der Klimawandel in Deutschland voran? Wie wirken Luftschadstoffe auf die Umwelt? Dies lässt sich unter anderem daran beobachten, wie sich Ökosysteme verändern. Veränderungen der Baumarten-Zusammensetzung können als Indikator dienen. Welche neuen Potenziale das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus bietet, hat das UBA in einer Machbarkeitsstudie untersuchen lassen.
Die Erderwärmung muss auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden, um die Risiken abzumildern, so der Weltklimarat (IPCC). Ein UBA-Positionspapier zeigt, wie eine diesem Ziel entsprechende EU-Klimapolitik aussehen könnte. Denn schon bis 2020 sollen die Vertragsparteien ihren nationalen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens vorlegen. Bisher ist weit weniger zugesagt als nötig wäre.
Klimaschutz und bessere Luft sind sowohl in polnischen als auch in deutschen Städten ein wichtiges Thema. In einem Beratungshilfeprojekt des Bundesumweltministeriums und des UBA wurden Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit von deutschen und polnischen Kommunen sowie weiterer Schlüsselakteure für den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft vertieft.
Brennt es in Industrieanlagen, muss genügend Löschwasser zur Verfügung stehen. Enthält die Anlage Stoffe, die Umwelt und Gesundheit schaden können, muss während des Löscheinsatzes verhindert werden, dass abfließendes, kontaminiertes Löschwasser in Gewässer, Boden und Grundwasser gelangt. Zwei neue Leitfäden unter der UNECE-„Industrieunfall“-Konvention geben Empfehlungen.
Für die Energiewende ist der Ausbau der Stromnetze erforderlich. Um diesen zu beschleunigen, wurde das gesetzliche Verfahren zur Genehmigung von Stromnetzen geändert. Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes prüfte, ob diese Änderungen wirklich zu einer Beschleunigung des Netzausbaus beitragen können. Zudem wurde ihr Einfluss auf die Berücksichtigung von Umweltbelangen untersucht.
Die Kommission Nachhaltiges Bauen (KNBau) beim UBA hat Empfehlungen für klimaschonendes Bauen und zukunftssicheren Städtebau vorgelegt.
Der Bundespreis Ecodesign 2019 wird in den vier Kategorien „Produkt“ „Konzept“, „Service“ und „Nachwuchs“ ausgelobt. Erneut können sich Unternehmen aller Branchen und Größen, Designerinnen und Designer sowie Studierende mit ihren Produkten und Dienstleistungen um die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 8. April 2019.
Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen, Gewässer-, Luft- oder Bodenverunreinigung, illegale Abfallbeseitigung: Viele Straftatbestände haben einen Umweltbezug. Eine aktuelle Auswertung der Statistiken zu Umweltdelikten des UBA deutet auf eine Verringerung der tatsächlich verfolgten Straftaten hin. Es gibt aber deutliche Hinweise auf eine große Dunkelziffer.
Software hat einen entscheidenden Anteil an der Ressourceneffizienz von IT-Hardware und daran, wie lange sie genutzt wird. So können Programme mit gleicher Funktion zum Beispiel deutlich unterschiedliche Stromverbräuche haben, je nachdem, wie sie programmiert sind. Um die Umweltverträglichkeit von Software zu messen, hat das UBA nun Kriterien entwickelt.