EU-Plastikstrategie: Guter Ansatz, aber zu unkonkret
Das Umweltbundesamt begrüßt die Initiative der EU, den Umgang mit Kunststoffen in Europa zu ändern. Die Europäische Kommission hatte dazu am 16. Januar ihre Kunststoffstrategie vorgestellt.
Die Nutzung von Ressourcen ist eine wesentliche Grundlage für unser Leben. Das weltweite Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verstärkt den Druck auf die natürlichen Ressourcen wie Rohstoffe, Flächen und die biologische Vielfalt. Das Umweltbundesamt verfolgt das zentrale Ziel, die Ressourceninanspruchnahme und die damit verbundenen Umweltwirkungen insgesamt und über die gesamte Wertschöpfungskette zu verringern. Die Vermeidung von Abfällen sowie der Einsatz von Rest- und Abfallstoffen als Sekundärrohstoffe und die energetische Verwertung von Abfällen kann dabei ebenso einen erheblichen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten, wie ressourcenschonende Produktionsprozesse, Produkte und Nutzungskonzepte.
Das Umweltbundesamt begrüßt die Initiative der EU, den Umgang mit Kunststoffen in Europa zu ändern. Die Europäische Kommission hatte dazu am 16. Januar ihre Kunststoffstrategie vorgestellt.
Das Recycling von Kunststoffen aus Polyethylen und Polypropylen, wie sie im großen Stil für Verpackungen oder diverse Gebrauchsgegenstände eingesetzt werden, funktioniert für verschiedene Abfälle noch nicht optimal. Dunkel bis schwarz eingefärbte Kunststoffabfälle etwa werden von konventioneller Trenntechnik nicht erkannt. Mit Hilfe des Umweltinnovationsprogramms soll sich das ändern.
22 Millionen Hektar Ackerland, 14 Millionen Hektar Grünland und 30 Millionen Hektar Wald beansprucht Deutschland im In- und Ausland für Nahrungs- und Futtermittel sowie Biomasse für energetische und stoffliche Nutzungen. Damit verbunden sind große Umweltwirkungen. Eine neue Veröffentlichung liefert detaillierte Daten für diese Flächeninanspruchnahme.
Durch neue Trends und kurze Innovationszyklen werden Elektro- und Elektronikprodukte immer kürzer genutzt. Doch auch Defekte durch Materialschwächen können zum Neukauf führen. Das verbraucht Ressourcen und belastet die Umwelt. Produkte mit dem Blauen Engel helfen bei der Kaufentscheidung für ein langlebiges und reparierbares Gerät. Hilfe bei der Reparatur gibt es zum Beispiel in Repair-Cafés.
Für den Automobil- und Maschinenbau importiert Deutschland Metalle und metallintensive Güter aus aller Welt. Im Bergbau kommt es in den Förderländern oft zu gravierenden Umwelteingriffen. Im Vorhaben UmSoRess hat das Umweltbundesamt Empfehlungen für höhere Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau und in Rohstofflieferketten entwickelt.
Plastikmüll ist wertvoll. Wird er recycelt, lassen sich Rohstoffe und CO2-Emissionen einsparen.
Eine umweltverträgliche Gestaltung von Lebensmittelproduktion, -verbrauch und -handel ist möglich, erfordert jedoch eine grundlegende Änderung der öffentlichen Einstellung und Politik. Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) analysiert die Herausforderungen, vor denen Europa bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Lebensmittelsystem steht.
Wir brauchen den Umstieg auf erneuerbare Energien, um das Klima zu schützen und von den fossilen Energien wie Kohle wegzukommen. Gleichzeitig werden für Windenergie und Photovoltaik genauso wie für E-Autobatterien & Co. Rohstoffe benötigt. Doch Deutschland kann gleichzeitig treibhausgasneutral und ressourcenschonend werden – wenn beides gemeinsam gedacht wird. Das zeigt eine neue UBA-Studie.
Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wird nicht allein durch technisch-geologische, wirtschaftliche und politische Aspekte beeinflusst. Auch Umweltrisiken des Bergbaus haben einen realen Einfluss darauf. Die neue ÖkoRess-Bewertungsmethode ist erstmals ein Vorschlag, ökologische Gefährdungspotentiale von Rohstoffen und Bergbauprojekten zu bewerten und ökologisch kritische Rohstoffe zu identifizieren.
Stellen aus fast 20 EU-Ländern, die in ihrem Land für Sanktionen zur „EU-Richtlinie zu Elektro- und Elektronikaltgeräten“ zuständig sind, haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Auf dem vom UBA initiierten Gründungstreffen am 7. und 8. September 2017 wurde beschlossen, Verstöße grenzüberschreitend agierender Gerätehersteller künftig durch engere Zusammenarbeit effektiver zu verfolgen.
Zu viele Lebensmittel enden auf dem Müll. Darin sind sich die Teilnehmenden des vom UBA veranstalteten Fachforums Lebensmittelverschwendung einig. Über 70 Akteure aus Industrie, Forschung und Politik diskutierten am 5. September 2017 in Berlin Möglichkeiten, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Damit mehr Lebensmittel auf dem Teller landen, müssen alle Akteure zusammenarbeiten.
Rohstoffquellen direkt vor der Haustür: Wir sind umgeben von über 50 Milliarden Tonnen an wertvollen Materialien. Urban Mining bezeichnet die gezielte Rohstoffgewinnung im städtischen und kommunalen Raum. Das UBA möchte mit einer neuen Broschüre ein gemeinsames Verständnis zum Urban Mining vermitteln und dazu ermutigen, mit diesem Strategieansatz konsequent voranzuschreiten.