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Hydromorphologie

Wasser

Bundesweites Flächenziel für die Gewässerentwicklung

Luftbildaufnahme des sehr breiten Entwicklungskorridors mit Bäumen und Sträuchern, der den Fluss Wümme von landwirtschaftlichen Flächen und Grünland abgrenzt.

Die Fließgewässer in Deutschland nehmen nur noch etwa 1 Prozent der Landesfläche ein. Das ist nur ein Bruchteil ihrer ursprünglichen Ausdehnung. Sie sind touristisch kaum noch erlebbar und nur wenig resilient gegenüber den Folgen des Klimawandels. Diese Situation lässt sich erheblich verbessern, indem Bächen und Flüssen in unserer Kulturlandschaft wieder mehr Fläche zurückgegeben wird.

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Wasser

Flüssen und Bächen mehr Raum geben

Naturnahes Ufer der Ruhr in der Kleinstatdt Oeventrop (2018)

Mehr als 90 Prozent unserer Fließgewässer befinden sich in keinem guten ökologischen Zustand und bieten vielen Tieren und Pflanzen kaum noch Lebensraum. Renaturierungsmaßnahmen sind dringend notwendig. Aber die Maßnahmenumsetzung ist auch nach 20 Jahren EG-Wasserrahmenrichtlinie eine große Herausforderung. Bis 2027 sollen hierzu acht Milliarden Euro in die Gewässerentwicklung investiert werden.

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Wern: Mit systematischer Gewässerentwicklung zum Erfolg

Luftbild der Wern, die schwach geschwungen in einem Entwicklungskorridor verläuft. Ein Ufer ist mit dichten Gehölzen bewachsen. Entlang des gegenüberliegenden Ufers wachsen Gräser. An den Entwicklungskorridor grenzen landwirtschaftliche Flächen an.

Die fränkische Wern wurde in den 1930er Jahren ausgebaut, um bis an den Gewässerrand Landwirtschaft betreiben zu können. Dadurch nahm die Biotop- und Artenvielfalt deutlich ab. Durch systematische, abschnittsweise Renaturierung und den ökologischen Um- bzw. Rückbau gewinnt die Wern seit 1995 nach und nach einen naturnahen Zustand zurück.

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Ruhr: Erlebbare Wildnis in der Stadt

Foto: Eine erwachsene Person und zwei Kinder, die mit den Füßen im Wasser direkt am Ufer der Ruhr stehen und die Steine im Gewässer betrachten.

Mehr als 20 Einzelmaßnahmen wurden zur Herstellung der Durchgängigkeit und zur Renaturierung der Gewässerstrukturen der Ruhr in Arnsberg umgesetzt. Dadurch entstand eine naturnahe Flusslandschaft mitten in der sauerländischen Stadt. Zunehmend prägt die renaturierte Ruhr das Stadtbild und wird von der Bevölkerung zur Erholung genutzt. Auch der Hochwasserschutz hat sich deutlich verbessert.

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Nebel: Flächenmanagement zur weiträumigen Gewässeraufwertung

Foto: Fischaufstiegsanlage mit großen Wasserbausteinen in der Gewässersohle.

Langfristiges Flächenmanagement und Bodenneuordnung ermöglichten weiträumige Renaturierungen an der mecklenburgischen Nebel. In den Niederungsbereichen waren dazu Baumaßnahmen nötig, da nicht genügend Gewässerdynamik für eine selbständige Entwicklung vorhanden ist. Durch die Renaturierungen konnten Ökosystemleistungen wie etwa Kohlenstoffspeicherung oder Kühlung der Landschaft gesteigert werden.

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Wasser

Helme: Renaturierung und technischer Hochwasserschutz

Foto: Ein Klappenwehr aus Beton und Stahl entlang der Helme. Das Ufer im Bereich vor dem Klappenwehr ist mit Gräsern bedeckt. Die andere Uferseite ist naturnah mit Gehölzen bestanden.

Ein innovativer Ansatz kombiniert technischen Hochwasserschutz und Renaturierung an der Helme bei Sundhausen in Thüringen. Das Hochwasserrisiko ist deutlich reduziert, Betriebe siedeln sich in den nun hochwasserfreien Industriegebieten an. Auch seltene und geschützte Arten, wie die vom Aussterben bedrohte Bachmuschel (Unio crassus), profitieren von naturnahen Hochwasserschutzmaßnahmen.

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Ahr: Barrierefreiheit und Lebensraum für Fische schaffen

Unterwasseraufnahme einer Forelle in einem Gewässer mit Kiessohle.

Fische können wieder ohne Hindernisse ihre „Kinderstuben“ im Oberlauf der Ahr erreichen. Dazu wurde die Ahrmündung renaturiert und fast 100 Wanderungshindernisse über eine Strecke von 62 km bis hinauf in die Eifel umgebaut oder entfernt. Ermöglicht wurde diese Vernetzung von Lebensräumen durch eine Kooperation aus Wasserwirtschaft, Naturschutz und Fischerei.

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Wümme: Fischotter, Lachs und Tüpfelsumpfhuhn sind zurück

Foto: Tüpfelsumpfhuhn läuft über algenbewachsene Steine im Uferbereich eines Gewässers.

Die Fischerhuder Wümmeniederung bei Bremen ist heute ein Gebiet von überregionaler ökologischer Bedeutung, insbesondere für wasserliebende Brut- und Rastvögel. Möglich wurde dies durch ein Naturschutzgroßprojekt, in dem seit 1992 auch zahlreiche Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung durchgeführt werden, darunter Deichrückbau, Anlage von Laichhabitaten oder Schaffung von Gewässerrandstreifen.

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Kurzlink: www.uba.de/t33152de