Städtebaulicher Rahmenplan Klimaanpassung - Anpassungskomplex Hitze
Ziel des "Städtebaulichen Rahmenplans Klimaanpassung" ist es, über eine gesamtstädtische Betrachtung zum URBAN-HEAT Phänomen konkrete Handlungsbedarfe und -optionen für besonders betroffene Teilräume (sog. Hot-Spots) zu entwickeln und dabei sozioökonomische und sonstige Faktoren, die einen Einfluss auf die künftige Verwundbarkeit (Vulnerabilität) gegenüber sommerlicher Extremhitze in einzelnen Stadtquartieren ausüben, zu berücksichtigen. Hierzu gehören insbesondere die Themenkomplexe Siedlungs- und Freiraumstruktur sowie die Demographie, die sich parallel zum Klimawandel ebenfalls verändern und dessen Auswirkungen entweder verstärken oder abschwächen können. Der Rahmenplan verfolgt demnach einen integrativen Ansatz, der einen Mehrwert gegenüber eindimensionalen, einzig auf klimatischen Informationen beruhenden Vorgehensweise darstellt.
Die Erkenntnisse und Maßnahmenvorschläge des Rahmenplans sollen künftig auch bei der Abwägung von raumbezogenen Planungsentscheidungen (z.B. auf Ebene der Bauleitplanung) dienen und damit den Weg für eine verbesserte Anpassung an die sich künftig verstärkende Hitzeproblematik in der Stadt ebnen.
Die Besonderheit des Projektes lässt sich unter zwei Oberpunkten zusammenfassen:
Erstens werden Hot-Spots für zwölf verschiedene Stadtstrukturtypen ermittelt, die aus Stadtquartieren ähnlicher Funktionsweisen bestehen und hinsichtlich ihrer Stabilität und Dynamik typisiert werden können. Hierdurch werden über die klassischen kernstädtischen Blockrandquartiere hinaus auch sämtliche weitere Stadtbausteine Karlsruhes (z. B. Zeilenbebauungen, Gewerbegebiete, Einfamilienhaussiedlungen) in die Überlegungen einbezogen.
Zweitens erfolgt die Identifizierung der Hot-Spots nicht alleine auf der Basis von Informationen über den Stadtklimawandel, sondern durch deren Kombination mit relevanten nicht-klimatischen Faktoren wie dem demographischen Wandel oder der Erreichbarkeit und bioklimatischen Aufenthaltsqualität von Grünflächen.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt https://www.karlsruhe.de/b3/bauen.de
- Kooperationspartner
- berchtoldkrass space&options, Geo-Net Umweltconsultin GmbH, Prof. Jürgen Baumüller, Prof. Günter Groß
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- 185.000
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
-
- Bundesland
- Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms "Klimawandel und modellhafte Anpassung in Baden-Württemberg (KLIMOPASS)" finanziell unterstützt. Das Programm hat das Ziel, den Klimawandel mit seinen Folgen sowie die Möglichkeiten für Anpassungsmaßnahmen für Baden-Württemberg dauerhaft und ressortübergreifend im Rahmen von jährlich vergebenen Projekten zu untersuchen.
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Breite Öffentlichkeit
- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Presse
- Erläuterung
- Ämterübergreifende AG, Workshop mit (Fach-) Öffentlichkeit, regelmäßige Berichterstattung in politischen Gremien, Stadtbauforen, Wissenstransfer durch Vorträge, Netzwerke.
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
- Der Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung wird kontinuierlich als Abwägungsbelang in der Bauleitplanung eingesetzt.
Hindernisse
- Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
-
keine, da Entwicklungsprozess der Planung ideal verlaufen ist und die Politik sich durch Beschluss der Planung zu der Thematik bekennt. Hindernisse ergeben sich vielmehr bei der Umsetzung der im Plan empfohlenen Maßnahmen im Rahmen der Abwägung mit konkurrierenden Belangen bzw. Kosten.
Kontaktdaten
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Stadt Karlsruhe, StadtplanungsamtMarkgrafenstr. 1476131 KarlsruheDeutschland
- Abteilung
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stpla@karlsruhe.de
- Telefonnummer
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0721 133-6101
- Faxnummer
Ort der Umsetzung
Markgrafenstr. 14
76131 Karlsruhe
Deutschland