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K

Klimamodell

Ein Klimamodell beschreibt ein Klimasystem mit Zahlen. Einbezogen sind – je nach Komplexität – mehr oder weniger viele physikalische, chemische und biologische Eigenschaften. Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozesse werden berechnet – etwa der Zusammenhang von Temperatur, Meeresströmungen und Eisbildung. Interaktive Klimamodelle werden verwendet, um den Einfluss verschiedener Faktoren zu verstehen, Veränderungen zu simulieren und Prognosen zu erstellen.

Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie

Klimaprognose

Das Resultat eines Versuchs, eine Schätzung der effektiven Entwicklung des Klimas in der Zukunft vorzunehmen, zum Beispiel auf saisonaler, jahresübergreifender oder längerfristiger Zeitskala. Weil die zukünftige Entwicklung des Klimasystems stark von den Ausgangsbedingungen abhängen kann, bestehen solche Prognosen in der Regel aus Wahrscheinlichkeitsangaben (siehe auch Klimaprojektion, Klimaszenario).

Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

Klimaprojektion

Versuchen vorherzusagen, wie sich das Klima verändert, wenn unterschiedliche Mengen und Arten von Treibhausgasen emittiert werden. Sie basieren häufig auf häufig auf Klimamodellsimulationen.

Klimaprojektionen werden von Klimaprognosen unterschieden, um zu betonen, dass Klimaprojektionen von den verwendeten Emissions-/Konzentrations- beziehungsweise Strahlungsantriebs-Szenarien abhängen, die auf Annahmen zum Beispiel über zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen beruhen, die nur eventuell verwirklicht werden und deshalb mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.

Quellen: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie und IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

Klimarisiko

Zusätzliches Risiko für Schutzgüter (beispielsweise Bevölkerung oder Infrastruktur) und Aktivitäten durch potentielle Klimafolgen.

Quelle: KomPass

Klimaschutz

Auch Mitigation; bezeichnet alle auf die Begrenzung der globalen Erwärmung gerichteten Maßnahmen, das heißt vor allem Maßnahmen zur Minderung der durch menschliches Handeln verursachten Treibhausgas-Emissionen.

Quelle: BMU (2013): Energiewende A-Z

Klimaschwankungen

Bezeichnet die zeitlichen und räumlichen Schwankungen des Klimas um einen mittleren Zustand herum. Die Variabilität kann durch natürliche Prozesse innerhalb des Klimasystems zustande kommen (interne Variabilität) oder durch menschliche Einflüsse verursacht sein (externe Variabilität).

Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie

Klimasignal

Auch Exposition; beschreibt den Reiz des heutigen Klimas bzw. des Klimas zu einem Zeitpunkt in der Zukunft. Die Differenz zwischen beiden Zeitpunkten beschreibt die Klimaveränderungen, wie steigende Temperaturen, Veränderungen im Niederschlag, Veränderungen von Wetterextremen. Systemisch betrachtet, ist die Veränderung des Klimasignals der Reiz, der innerhalb eines bestehenden Systems potentielle Klimafolgen verursacht.

Quelle: Greiving, S. / Schneiderbauer, S. / Zebisch M. (2012): Vulnerabilität – Begriffliche und konzeptionelle Einordnung und Stand der Forschung (unveröffentlicht)

Klimasimulation

Die simulierte Reaktion des Klimasystems auf Emissionsszenarien von Treibhausgasen und Aerosolen oder Strahlungsantriebsszenarien. Klimasimulationen basieren häufig auf Klimamodellen.

Nach: UK Climate Projections (2012): Climate simulation

Klimasystem

Das Klimasystem ist ein höchst komplexes System, das aus fünf Hauptbestandteilen besteht: der Atmosphäre, der Hydrosphäre, der Kryosphäre, der Landoberfläche und der Biosphäre sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen Bestandteilen. Das Klimasystem verändert sich über die Zeit unter dem Einfluss seiner eigenen inneren Dynamik und durch äußere Antriebe wie Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und anthropogene Einflüsse wie die Änderung der Zusammensetzung der Atmosphäre und der Landnutzung.

Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht

Klimaszenario

Eine plausible und häufig vereinfachte Beschreibung des zukünftigen Klimas, die auf einer in sich konsistenten Reihe klimatologischer Beziehungen beruht und ausdrücklich für die Verwendung bei der Untersuchung der potenziellen Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels erstellt wurde. Es dient häufig als Input in Wirkmodelle. Klimaprojektionen dienen oft als Rohmaterial für die Erstellung von Klimaszenarien, aber Klimaszenarien benötigen normalerweise zusätzliche Informationen zum Beispiel über das beobachtete derzeitige Klima. Ein Klimaänderungsszenario ist die Differenz zwischen einem Klimaszenario und dem derzeitigen Klima.

Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht