Stille Örtchen und ruhige Gebiete
Neben der Lärmsanierung von belasteten Bereichen fordert die EU-Umgebungslärmrichtlinie auch die Identifizierung so genannter ruhiger Gebiete und Maßnahmen gegen eine Lärmzunahme in diesen Gebieten. Auf einer Veranstaltung des Arbeitsrings Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik werden aktuelle Beispiele vorgestellt und Erfahrungen mit den Teilnehmenden diskutiert.
Die Belastung durch Umgebungslärm ist in Europa und in Deutschland ein zunehmendes Problem. Denn Lärm stört nicht nur, er macht auch krank. Umgebungslärm steht mit verschiedenen Erkrankungsrisiken, wie Bluthochdruck, Herzinfarkt sowie Schlafstörungen in Zusammenhang, was durch epidemiologische Studien belegt ist. Zudem trägt der Verkehrslärm entscheidend zur Verschlechterung der Lebensqualität in Städten bei.
Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lärmsituation in Europa liefert die EU-Umgebungslärmrichtlinie. Hierdurch sollen der Umgebungslärm gemindert und in bisher ruhigen Gebieten einer Zunahme des Lärms vorgebeugt werden. Die Realisierung des Schutzes ruhiger Gebiete stellt die zuständigen Behörden in Deutschland und anderen europäischen Mitgliedstaaten vor neue Herausforderungen, zumal die gegenwärtige rechtliche Ausgestaltung in der Umgebungslärmrichtlinie viel Interpretationsspielraum lässt.
Anlässlich des diesjährigen „Tages gegen Lärm“ werden auf einer Veranstaltung des Arbeitsrings Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik aktuelle Beispiele zu ruhigen Gebieten vorgestellt und Erfahrungen mit den Teilnehmenden diskutiert.
Die Teilnahme an der ALD-Veranstaltung „Stille Örtchen und ruhige Gebiete“ im Münchener Rathaus ist kostenlos. Es wird jedoch um Anmeldung gebeten.