Zustand
Zu viele Nährstoffe im See führen zu einem vermehrten Algenwachstum.
Zu viele Nährstoffe im See führen zu einem vermehrten Algenwachstum.
Seen bieten mit Uferzonen, freien Wasserkörpern und Seeboden viel Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. Nach den EU-Kriterien der Wasserrahmenrichtlinie waren 2021 24,7 % der deutschen Seen in einem „guten“ oder „sehr guten“ ökologischen Zustand. Das ökologische Gleichgewicht vieler Seen ist durch zu hohe Nährstoffeinträge, die Nutzung der Ufer und die Auswirkungen des Klimawandels bedroht.
Flüsse, Seen und Küstengewässer sind vielfältige und ökologisch äußerst wertvolle Lebensräume, die im Naturhaushalt eine zentrale Rolle spielen. Mit der Aktion „Gewässertyp des Jahres“ werden die ökologische Bedeutung und die Schutzwürdigkeit der Gewässer einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht und dafür geworben, sorgsamer mit ihnen umzugehen.
Der Gewässertyp des Jahres 2011 ist der steinige, kalkarme Mittelgebirgsbach. Dieser Gewässertyp kommt in Deutschland am häufigsten vor und wird in der Fachsprache als „Grobmaterialreicher silikatischer Mittelgebirgsbach (Typ 5)“ bezeichnet.
Seen bieten mit ihren Uferzonen, ihrem freien Wasserkörper und dem Seeboden viele Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten. Diese (zum Teil) empfindlichen Ökosysteme sind durch Nährstoffeinträge und durch eine zunehmende Nutzung bedroht.
Ein guter ökologischer Zustand von Seen ist ein zentrales Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Durch eine Verminderung der Nährstoffeinträge wird die Gewässergüte von Seen langfristig verbessert. Zusätzliche See-interne Verfahren können die Besserung beschleunigen.
Algen, Wasserpflanzen, Wasserinsekten und Fische werden zur Bewertung des Zustands der Seen untersucht. Nähr- und Schadstoffe ergänzen das Bild zusammen mit hydromorphologischen Bewertungen der Ufer.