Bayerischer Bauernverband: "Abenteuerliche Modellrechnungen", Bauernbund Brandenburg: „Die Studie liefert keine belastbaren Fakten."
In der Studie wurden Szenarien entwickelt, daher ist es sachlich richtig, Aussagen zu den Ergebnissen im Konjunktiv zu treffen. Weiterhin sind die Auswirkungen der neuen Düngeverordnung noch nicht absehbar. Daher heißt es in der Pressemitteilung des Umweltbundesamts „Mit den Neuregelungen in der Düngeverordnung wurden lange überfällige Schritte eingeleitet, die hoffentlich die Belastungen so weit senken, dass den Trinkwasserkunden die teure Aufbereitung erspart bleibt.“ Auch da die Konsequenzen der Düngeverordnung noch nicht absehbar sind, ist eine Formulierung im Konjunktiv sachlich korrekt.
Die Effekte der Düngung auf das Trinkwasser sind mittel- bis langfristig. Nitrateinträge der letzten Jahrzehnte, welche in den nächsten Jahren das Trinkwasser belasten werden, sind bereits im Boden (nur noch nicht in den Grundwasserkörpern), können aber in ihrer Wirkung nicht mit letzter Sicherheit abgeschätzt werden. Darüber hinaus können auch freiwillige Maßnahmen der Landwirte, Änderungen der Marktsituation und der Regulierung (bspw. mit Hinblick auf maximale Viehbesatzdichten) Einfluss auf die Düngeintensität und damit auf die Stickstoffüberschüsse und den Nitratgehalt haben. Eine wissenschaftlich solide Aussage wird daher immer Spannbreiten (d.h. Konjunktiv) beinhalten. Davon wird sie nicht weniger belastbar.