Einrichtung forstlicher Pflanzgärten unter dem Aspekt der Anpasssung an den Klimawandel
Auf Grundlage der in thematischen Foren gewonnenen Erkenntnisse wurden im Projekt „Regionale Foren zur Anpassung an den Klimawandel im Hochtaunus“ zwei Pilotmaßnahmen zur praktischen Erprobung von Anpassungsstrategien umgesetzt. Ziel war es, beispielhafte Ansätze einer klimaresilienten Wald- und Landschaftsentwicklung im Hochtaunuskreis zu entwickeln, zu testen und für andere Kommunen übertragbar zu machen.
Das erste Pilotprojekt umfasste die Einrichtung eines forstlichen Pflanzgartens im Waldgebiet bei Neu-Anspach. Nach sorgfältiger Auswahl geeigneter Flächen wurde im Dezember 2022 ein umzäunter Pflanzgarten angelegt. Dort wurden verschiedene Baumarten mit potenziell höherer Klimaanpassungsfähigkeit gesetzt, darunter Hainbuche, Esskastanie, Atlaszeder, Schwarznuss, Zirbel-Kiefer, Zerr-Eiche, Trauben-Eiche, Kalifornischer Mammutbaum, Elsbeere und Winterlinde.
Ziel der Maßnahme ist die langfristige Bereitstellung von Saatgut und Pflanzmaterial, das an lokale Standortbedingungen angepasst ist. Der Pflanzgarten wird regelmäßig kontrolliert, gepflegt und hinsichtlich des Anwuchserfolgs bewertet. Das Pilotprojekt zeigt beispielhaft, wie gezielte waldbauliche Maßnahmen zur Stärkung der Klimaresilienz lokaler Ökosysteme beitragen können. Der Ansatz ist langfristig ausgelegt und entsprechend noch nicht abgeschlossen.
Eine umfassende Dokumentation steht als praxisorientierte Arbeitshilfe zur Verfügung. Sie unterstützt Kommunen, Forstbetriebe und Waldbesitzer*innen dabei, vergleichbare Maßnahmen umzusetzen, und bietet konkrete Empfehlungen zu Standortwahl, Vorbereitung, Durchführung und Pflege.
Eckdaten zur Maßnahme
Measure carrier
Maßnahmenträger
Hochtaunuskreis I Umwelt, Naturschutz und Bauleitplanung https://www.hochtaunuskreis.de/Kooperationspartner
Forstdienstleister, Förster vor Ort, Jäger und NaturschutzbehördeDuration and Financing
Beginn der Umsetzung
Dauer der Umsetzung
Nach der sorfältigen Auswahl einer geeigneten Fläche, wurde im Dezember 2022 der umzäumte Pflanzgarten mit verschiedenen Baumarten eingerichtet. Im Folgejahr wurden notwendige Pflege- und Nachpflanzarbeiten im Pflanzgarten durchgeführt. Die Entwicklung der Pflanzung wird überwacht.Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
5.000 EuroMit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
KommuneErläuterung
Bei einer Gattergröße von ca. 0,25 Hektar sind Kosten für das Material und den Arbeitseinsatz von ca. 5.000 Euro angefallen.Beteiligung
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
- Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
Erläuterung
Im Rahmen des Projekts wurden zwischen 2022 und 2025 mehrere thematischen Foren durchgeführt. Die hier gewonnenen Erkenntnisse waren Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahme.Erfolge
Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Die Maßnahme zeigt, wie gezielte Eingriffe zur Förderung der Klimaresilienz lokaler Ökosysteme beitragen können. Ziel ist es, Erkenntnisse für eine standortgerechte Wiederbewaldung zu gewinnen und eine Aussage zur potenziell höheren Klimaanpassungsfähigkeit verschiedener Baumarten zu treffen.Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
- Keine Evaluation
Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
Ziel der Maßnahme ist die langfristige Bereitstellung von Saatgut und Pflanzmaterial, das an die lokalen Standortbedingungen angepasst ist.Erzielt die Maßnahme über Klimaanpassung hinaus positive Nebeneffekte?
- Nein
Hindernisse
Konflikte
Wirkt sich die Maßnahme negativ auf andere Bereiche aus?
- Nein
Ansprechperson
Hochtaunuskreis I Umwelt, Naturschutz und Bauleitplanung
Dr. Dr. Dieter Selzer
Ludwig-Erhard-Anlage 1–5
61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Deutschland
Ort der Umsetzung
Ludwig-Erhard-Anlage 1–5
61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Deutschland