Modernisierung und Instandsetzung von zwei Mehrfamilienhäusern mit Hybrid-Wärmepumpe nahe Krefeld
Modernisierung von zwei Mehrfamilienhäusern mit 12 Wohneinheiten in Willich (Nordrhein-Westfalen)
In Willich am Niederrhein wurden zwei Mehrfamilienhäuser aus dem Baujahr 1960 umfassend energetisch saniert. Die Gebäude bestehen aus insgesamt 12 Wohneinheiten, verteilt auf drei Vollgeschosse mit zwei Treppenhäusern. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 46 und 72 m². Die Wohnfläche betrug vor der Sanierung 696 m², seit der Sanierung sind es 728 m².
Im Zuge der Modernisierung wurde die Energieversorgung von Gas-Kombi-Thermen (je 19 kW) in den Wohnungen auf eine Hybridlösung mit Wärmepumpe und Gas-Brennwertkessel inklusive zentraler Warmwasserbereitung umgestellt, wodurch der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden konnte. Durch diese Maßnahmen erreicht das Gebäude nun den KfW-Effizienzhaus-85-Standard, was zu einer erheblichen Reduzierung der Heizkosten und einer nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz führt.
Angaben zum Projekt
- Implementer
-
https://www.gwg-kreis-viersen.de/ - Betriebsdaten vorhanden (ja/nein)
- ja
Dauer und Finanzierung
- Datum Inbetriebnahme der Wärmepumpe
- Dauer der Umsetzung
- 12 Monate
- Kosten Wärmepumpe (inkl. Einbau)
- 33996 €
- Gesamtkosten (inkl. begleitender Maßnahmen)
- 1249640 €
- €
Eckdaten Gebäude
- PLZ Gebäudestandort
- 47877 Willich
- Gebäudeart
- Mehrfamilienhaus
- Baujahr
- 1946-1976
- Sanierungsstand
- Altbau vollsaniert
- Beheizte Fäche
- 696 m²
Herausforderungen
Das Gebäude aus den 1970er Jahren wies eine unzureichende Wärmedämmung auf, wodurch erhebliche Wärmeverluste entstanden. Die vorhandenen Fenster waren nur zweifach verglast, und auch die Türen boten kaum Isolierung, was den Energieverbrauch zusätzlich erhöhte.Zudem war das Heizsystem veraltet, ineffizient und belastete die Umwelt durch einen hohen Energieverbrauch. Ein weiteres Problem stellte die mangelhafte Belüftung dar, die zu einem schlechten Raumklima führte. Zusätzlich begünstigten Wärmebrücken erhebliche Energieverluste, wodurch die Heizkosten weiter stiegen.
Auch der unzureichende Schallschutz sorgte häufig für Beeinträchtigungen und verringerte den Wohnkomfort spürbar.
Lösungsansatz
Als Lösung wurde die Gebäudehülle – einschließlich Fassade, Dach und Keller – mit modernen, energieeffizienten Materialien umfassend gedämmt. Die alten Fenster werden durch dreifach verglaste Modelle ersetzt, um den Wärmeverlust zu minimieren.Das Heizsystem wurde auf eine Hybridanlage aus Gasbrennwerttechnik und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe einschließlich zentraler Warmwasserbereitung umgestellt, wodurch die Energieeffizienz deutlich verbessert wird. Zudem erfolgte eine Modernisierung der Haustechnik, einschließlich einer Strangsanierung. Die Warmwasserbereitung wird künftig zentral gesteuert, um den Energieverbrauch weiter zu optimieren.
Eine sorgfältige Planung und eine gezielte Priorisierung der Maßnahmen waren essenziell, um eine nachhaltige und effiziente Modernisierung zu gewährleisten.
Erfahrungen und Ausblick
Die GWG Kreis Viersen AG konnte positive Ergebnisse mit der energetischen Sanierung erzielen. Dazu zählten Maßnahmen wie Wärmedämmung, der Austausch alter Fenster, die Modernisierung des Heizsystems sowie die Einführung neuer Haustechnik. Diese Verbesserungen führen langfristig zu erheblichen Energieeinsparungen und verbessern die Wohnqualität der Mieterinnen und Mieter.Als besonders effektiv erwiesen sich der Fenstertausch und die Optimierung der Dämmung, da sie den Wärmeverlust deutlich reduzierten. Gleichzeitig senken moderne Heiz- und Lüftungssysteme nicht nur die Betriebskosten, sondern tragen auch zur Verringerung des CO₂-Ausstoßes bei.
Allerdings brachten diese Maßnahmen auch Herausforderungen mit sich. Dazu gehören hohe Anfangsinvestitionen, technische Schwierigkeiten bei älteren Gebäuden sowie die Notwendigkeit, Mietende frühzeitig über die Veränderungen zu informieren und ihre Akzeptanz für die Maßnahmen zu gewinnen.
Eine sorgfältige Planung und Priorisierung der Sanierungsschritte sowie die Nutzung von Fördermitteln sind daher entscheidend für den langfristigen Erfolg der Projekte. Zwar verursacht die Umstellung auf moderne Technologien zunächst hohe Kosten, doch auf lange Sicht profitieren sowohl die Mieter als auch die Umwelt durch geringere Energiekosten und eine nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauchs.
Tipps für Dritte
Für eine erfolgreiche Modernisierung von Bestandsgebäuden ist eine frühzeitige und gründliche Bestandsanalyse unerlässlich. Die geplanten Maßnahmen sollten schrittweise umgesetzt und verfügbare Fördermöglichkeiten optimal genutzt werden.Ebenso wichtig sind eine transparente Kommunikation mit den Mietenden, eine langfristige strategische Planung sowie der Einsatz nachhaltiger Materialien und moderner Technologien. Darüber hinaus spielen die Zusammenarbeit mit Fachleuten und eine kontinuierliche Überwachung der Ergebnisse eine entscheidende Rolle, um den Erfolg der Sanierung sicherzustellen.
Eckdaten Energie
- Heizungsart alt
- Gasheizung
- Art Brauchwassererwärmung
- Dezentral, mit Gas
- Art der Raumwärmeübergabe
- Heizkörper
- Energieverbrauch
- 90000.00 kWh pro Jahr
- Vorlauftemperatur (vorher)
- 71-79 °C
- Leistung Wärmeerzeuger in kW
- 228
Steckbrief Wärmepumpe
- Wärmequelle
- Außenluft
- Thermische Leistung
- 14 kW/h
- Elektrische Leistung
- 5 kW/h
- Maßnahmen Heizsystem
- Maßnahmen HeizsystemHydraulischer AbgleichHeizkörpertauschPufferspeicherFrischwasserstationsonstiges
- Erläuterungen zum Heizsystem
- Umstellung auf eine zentrale Warmwasserbereitung
- Bauliche Maßnahmen
- Bauliche MaßnahmenDämmung oberste Geschoßdecke / KellerdeckeDämmung AußenwändeFenstertausch
Betriebsdaten
- Vorlauftemperatur (neu)
- 55 °C
- Stromverbrauch Wärmepumpe
- 5041 kWh pro Jahr
- JAZ Wärmepumpe
- 2,76
- Erläuterungen
- Zahlen beziehen sich auf 2023, die Abrechnung 2024 liegt noch nicht vor.
Ansprechperson
- Kontaktdetails
-
GWG Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen AG
Willy-Brandt-Ring 17
41747 Viersen
DeutschlandTelefonnummern02162 / 5780-0info@gwg-kreis-viersen.de
Projekt-Kategorien
- WP in großen Mehrfamilienhäusern