Hinweise zum Recycling
Aufgrund des unedlen Charakters von Aluminium sind die Begleitelemente des Aluminiums in der Regel edler, was eine Reinigung durch Raffination erschwert, und die Legierungselemente im Aluminium verbleiben. Die Kenntnis der Legierungszusammensetzung der verarbeitenden Schrotte ist daher von großer Bedeutung. Es werden die drei grundlegenden Qualitäten Hüttenaluminium (> 99% Al), Aluminiumknetlegierungen (Al ~ 97%) und Aluminiumgusslegierungen (Al > 87%) unterschieden. Bei der Aufarbeitung von Altschrotten sind Sortiertechnologien erforderlich, bei denen eine Werkstofferkennung stattfindet.
In der Sekundärproduktionskette kann zwischen drei Verfahrenswegen unterschieden werden:
- Altschrotte werden in der Regel in Refinern zu Gusslegierungen oder Deoxidationsaluminium verarbeitet. Auch wenig definierte Neuschrotte, die bei der Produktherstellung aus Halbzeugen anfallen, werden anteilig wie Altschrotte in Refinern behandelt.
- Saubere Neuschrotte bzw. sortenreine Altschrotte mit geringen Verunreinigungen werden in Umschmelzwerken (Remeltern) wiedergewonnen und zu Knetlegierungen verarbeitet.
- In Gießereien fallen Produktionsabfälle überwiegend rein und in definierter Form an. Diese Neuschrotte werden üblicherweise direkt in den Schmelzöfen eingesetzt und sind nicht in veröffentlichten Schrottbilanzen enthalten.
Verwertung und Produktion in Deutschland
Das nachfolgende Sankey-Diagramm gibt einen Überblick über die im Projekt ReSek abgeschätzten Aluminiumstoffströme in Deutschland für das Jahr 2013. Hinterlegt sind in der Galeriebox ebenfalls die Sankey-Darstellungen für 2007 und eine Fortschreibung der Entwicklung für 2015. Eine weiterführende Erklärung zu den Stoffströmen und Modellannahmen ist dem Projektbericht ReSek (FKZ 3714 93 330 0) zu entnehmen.