Die „Stadt für Morgen“: UBA legt Vision für Verkehrswende in den Städten vor
Wie könnte die Stadt der Zukunft aussehen, in der Menschen umwelt- und klimafreundlich mobil sind? Sie hätte eine hohe Lebensqualität, mit viel Grün, weniger Lärm und Abgasen und mit fast autofreien Straßen, in denen wieder Platz für spielende Kinder ist. Wie das funktionieren kann, zeigt das UBA 2017 in seiner Vision „Die Stadt für Morgen“.
Kernelement ist ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr, ergänzt um Fuß- und Radverkehr sowie elektrisch angetriebene, automatisiert fahrende Carsharing-Autos. Finanzierbar wäre das problemlos: Die umweltschädlichen Subventionen des Verkehrssektors belaufen sich schließlich auf mehr als 28 Milliarden Euro pro Jahr – für einen leistungsstarken ÖPNV wären dagegen nur rund elf Milliarden Euro pro Jahr nötig.
Die Analyse des UBA zeigt außerdem: Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern benötigen pro 1.000 Einwohner nicht mehr als 150 statt heute 450 Autos, um eine uneingeschränkte Mobilität anzubieten. Diese Autos würden nur wenig Stellfläche beanspruchen und wären als Carsharing-Fahrzeuge unterwegs, die jederzeit von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können.
Die Verkehrswende weg von der autozentrierten Stadt ist ein viel und oft emotional diskutiertes Thema dieser Zeit.