Hinweise zum Recycling
Für das Recycling von Altpapier ist die Qualität des Altpapiers maßgeblich. Wichtige Eigenschaften sind Faserlänge, Weißgrad, Optik und Oberflächenbeschaffenheit. Altpapier wird je nach Anforderung des neuwertigen Papiers in verschiedenen Anwendungen in sehr unterschiedlichem Maße eingesetzt. Während z.B. Zeitungspapier nahezu vollständig aus Recyclingpapier hergestellt wird, ist der Altpapieranteil der grafischen Papiere zumeist deutlich geringer. Nichtsdestotrotz erreichen auch Papiere mit bedeutendem Recyclinganteil die hohen Qualitätsansprüche grafischer Papiere.
Sowohl im alltäglichen Umgang mit Papier und Kartonagen als auch im Recyclingkreislauf treten Faserverluste bzw. Faserverkürzungen auf. Diese materialgebundene Eigenschaft verhindert die unbegrenzte Kreislaufführung einer Papiersorte ohne Zufuhr von Frischfasern. Generell wird in der Papier-industrie eine Frischfaserzufuhr von mindestens 20 % benötigt. Neben deren Zufuhr über frischen Holz- bzw. Zellstoff verbessern auch weniger verbrachte Fasern qualitativ hochwertigerer Reyclingpapiersorten die Rohstoffqualität.
Vor dem Einsatz als Recyclingmaterial in der Papierproduktion ist je nach Erfassungsqualität eine Aufbereitung und Sortierung notwendig. Sortenrein erfasste Altpapiersorten an Anfallstellen wie Druckereien, Papierverarbeitern und Gewerbebetrieben mit hohem Papierverbrauch bedürfen meist keiner Aufbereitung. Die als Sammelgemisch erfassten Mengen müssen hingegen behandelt werden, um Störstoffe abzutrennen und verschiedene Altpapiersorten zu sortieren. Diese Altpapiersorten unterschiedlicher Qualität können anschließend gezielt in die Produktion neuer Papiersorten dosiert werden.