Die Studie
Unsere Szenarioanalyse für Deutschland im Jahr 2050 zeigt, dass eine Minderung der Treibhausgas (THG)-Emissionen um rund 95 Prozent gegenüber 1990 technisch möglich ist, sodass der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß bei knapp einer Tonne Kohlendioxidäquivalente (CO2Äq) liegen würde. Eine Schlüsselstellung nimmt hierbei der Umstieg des Energiesystems auf 100 Prozent erneuerbare Energien ein. In den Sektoren Landwirtschaft, Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF) sowie Industrie sind Minderungen nur begrenzt möglich, so dass Sockelemissionen von insgesamt 60 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente (CO2Äq) auch in diesem ambitionierten Szenario verbleiben.
Unsere Studie basiert aus Nachhaltigkeitserwägungen auf folgenden Prämissen:
- keine fossilen und nuklearen Energieträger
- keine Anbaubiomasse für energetische Zwecke
- keine Verpressung von Kohlendioxid im Untergrund (Carbon Capture and Storage - CCS)
- keine Schiefergasförderung durch Fracking
In der Studie wurde ein Zielszenario entwickelt. Transformationspfade zu diesem Ziel und die damit verbundenen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und die Auswahl geeigneter politischer Instrumente waren nicht Gegenstand der Untersuchung, sondern werden in Folgestudien thematisiert. Unsere Studie bezieht alle Quellen für Treibhausgasemissionen in Deutschland ein, die im jährlich erstellten Nationalen Inventarbericht (NIR) zum Treibhausgasinventar beschrieben werden. Nicht betrachtet wird aufgrund des gesetzten Untersuchungsrahmens die für importierte Güter im Ausland anfallende Emissionsmenge. Umgekehrt werden auch Emissionen für exportierte Güter nicht herausgerechnet.
In den folgenden Textabschnitten finden Sie eine Zusammenfassung für die einzelnen Sektoren.