Beschattung von Wegen gegen zunehmende Hitze
Klimaprojektionen zeigen, dass durch den Einfluss des Klimawandels die Anzahl der heißen Sommertage zunimmt. Dadurch steigt das Bedürfnis, Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren in einer schattigen Umgebung durchführen zu können. Die Tourismusdestinationen können sich daran durch eine Beschattung der bestehenden Rad- und Wanderweginfrastrukturen anpassen.
Da eine vollständige Beschattung vorhandener Wege höchstens stellenweise und nur mit einem hohen Aufwand möglich ist, können stattdessen die vorhandenen natürlichen Gegebenheiten genutzt werden, indem der Verlauf der Wege in schattiges Gelände verlegt wird. In vielen Fällen dürfte sich hierfür eine Waldfläche anbieten. Eine Besonderheit stellen Alleen dar. Hier kann geprüft werden, inwieweit diese erhalten, erweitert und touristisch genutzt werden können. Neben den Wegen sollten bei der Planung insbesondere die sonnenexponierten Stellen berücksichtigt werden, an denen sich Touristinnen und Touristen längere Zeit aufhalten. Dies kann z. B. ein Aussichtsplatz, eine Bank oder ein Picknickplatz sein. Beschattende Elemente können hier dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Dafür bieten sich natürliche Methoden (Bäume), bauliche Maßnahmen oder eine Mischung von beidem an (z. B. ein begrüntes Sonnendach). Ein Vorteil eines fest installierten Sonnenschutzes kann sein, dass dieser auch als Unterstand bei Unwetter genutzt werden kann. Wichtig ist dabei, dass sich die Beschattungsmaßnahmen optisch in die Landschaft einfügen und das „Landschaftsbild“ dadurch nicht gestört wird, was durch eine natürliche Beschattung leichter erreicht werden kann.
Trotz der beschatteten Wege sollten sowohl Einheimische als auch Gäste dafür sensibilisiert werden, sich durch Sonnencreme und passende Bekleidung vor der Sonne zu schützen, genügend zu trinken und die Mittagssonne möglichst zu meiden.