Die neue Risikobewertung der EFSA vom November 2020 führt zu einer weiteren Absenkung der gesundheitsbezogenen Bewertungskriterien mit noch nicht abgeklärten Folgen für die Höhe von Beurteilungswerten (wie Trinkwasserleitwerte, Gesundheitliche Orientierungswerte (GOW), Umweltqualitätsnormen (UQN)) oder auch Grenzwerten auf Seiten der Emission wie der Immission und den daraus erwachsenden Risikomanagementmaßnahmen.
Auf der gemeinsamen Sitzung der LAWA und der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) im März 2020 beschlossen beide Gremien, eine gemeinsame LAWA/LABO-Arbeitsgruppe zu gründen.
Die Arbeitsgruppe hat aus dem UMK-Auftrag vier Fragestellungen abgeleitet:
Welche Daten zu PFAS sind in den Ländern vorhanden?
Was sind die spezifischen Fragestellungen der Länder?
Welche Daten fehlen zur Risikobewertung?
Welche möglichen Antworten auf die vorgenannten Fragen sind auf Basis bestehender Ergebnisse bereits möglich?
Im Zuge der Diskussion der Arbeitsgruppe haben sich zwei Kernthemen herauskristallisiert. Zum einen gibt es eine erkennbare Diskrepanz zwischen einer regelkonformen hohen Emis-sion und sich mehr und mehr verschärfenden Immissionswerten. Ein weiterer Kernpunkt war, die Intention der EFSA-Bewertung zu verstehen und deren Folgen für die Bewertung von Hu-man- wie ökologischen Risiken und das ableitbare Risikomanagement zu verdeutlichen.
Fragestellungen zur konsistenten Ableitung von Bewertungskriterien für die Medien Grund- und Oberflächenwasser sowie Boden vor dem Hintergrund neuer EFSA-Empfehlungen
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