Die Lebensdauer eines Photovoltaikmoduls beträgt im Regelfall 25 bis 30 Jahre. Photovoltaikmodule, die mit Inkrafttreten des ersten EEG im Jahr 2000 installiert wurden, sind zumeist noch heute im Einsatz, und das, obwohl sie den Stand der Technik von vor 25 Jahren abbilden. Heutige Module werden meist mit 30 Jahren Leistungsgarantie verkauft.
Photovoltaikmodule fallen in den Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG). Altgeräte aus privaten Haushalten können z. B. über die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (z. B. kommunaler Wertstoffhof) kostenfrei entsorgt werden – siehe auch UBA-Umwelttipps „Wohin mit dem Elektroschrott?“. Die Module gelten auch dann als Altgeräte aus privaten Haushalten, wenn sie dort von einem Gewerbebetrieb abgebaut und vom Gewerbetreibenden beim öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger angeliefert werden. Photovoltaikmodule können zwar auch aus gewerblicher Nutzung (z. B. Freiflächenanlagen) stammen, gelten jedoch abfallseitig auch immer als Altgeräte aus privaten Haushalten bzw. sind diesen gleichgestellt, da sie als so genannte Dual-Use Geräte registriert werden.
Alle ordnungsgemäß gesammelten und zurückgenommen Elektroaltgeräte müssen nach der Sammlung einer Erstbehandlung zugeführt werden. Die Elektroaltgeräte-Behandlungsverordnung (EAG-BehandV) stellt dabei weitergehende Anforderungen an die Behandlung, Schadstoffentfrachtung und das Recycling von Altmodulen. Die Behandlung von Photovoltaikmodulen unterscheidet zurzeit noch zwischen kristallinen siliziumbasierten (c-Si) Modulen (> 95 % Marktanteil) und Dünnschichtmodulen (< 5 % Marktanteil). Kristalline siliziumbasierte Photovoltaikmodule werden beispielsweise in einem trockenmechanischen Verfahren aufbereitet. Dazu wird der Verbund zwischen Glas und Rückseitenfolie mechanisch gelöst und die entstehenden Fraktionen anschließend voneinander separiert. Die bei der Behandlung von Photovoltaikanlagen entstehenden Fraktionen (z. B. Glas, Aluminium, Kunststoff) werden größtenteils recycelt und ein kleiner Teil zur Energiegewinnung verbrannt oder gegebenenfalls beseitigt. Aktuell liegt die Quote für die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling von alten Photovoltaikmodulen in Deutschland bei 92,4 %. Diese hohe Quote ergibt sich aufgrund der Zusammensetzung eines Photovoltaikmoduls aus überwiegend gut verwertbaren Rohstoffen wie Glas und Aluminium. Die entsprechenden Recycling- und Verwertungspfade für die genannten Fraktionen aus der Photovoltaikmodulbehandlung sind in der Industrie etabliert.