Einzelraumfeuerungsanlagen verursachen, verglichen mit anderen Wärmeerzeugern der Haushalte, die höchsten Emissionen von Feinstaub und gasförmigen Luftschadstoffen. Darüber hinaus haben Einzelraumfeuerungsanlagen verglichen mit anderen Wärmeerzeugern geringere Wirkungsgrade, was dazu führt, dass mehr Brennstoff verbrannt werden muss, um ein vergleichbares Temperaturniveau zu erreichen. Innerhalb der Anlagenkategorie der Einzelraumfeuerungsanlagen haben die offenen Kamine die höchsten Emissionen und den niedrigsten Wirkungsgrad. Bei offenen Kaminen ist der Feuerraum zum Wohnraum hin offen. Daher können Sie die Zufuhr der Verbrennungsluft nicht regeln. Offene Kamine verursachen wegen niedriger Verbrennungstemperaturen und eines zu hohen Luftüberschusses hohe Schadstoffemissionen und geben nur wenig Wärme ab. Daher dürfen diese Anlagen nur gelegentlich betrieben werden.
Die im Folgenden dargestellten Emissionsfaktoren für Holzfeuerungen beziehen sich auf Daten aus der Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2021 des UBA. Die dargestellten Werte stellen die Mittelwerte des derzeitigen Anlagenparks (Leistung/ Alter) in Deutschland dar. Optimal betriebene Holzheizungen, die über Emissionsminderungstechnik verfügen, können somit geringere Emissionswerte aufweisen.
Einzelraumfeuerungsanlagen für Brennholz wie Kaminöfen oder Kachelöfen haben relativ hohe Schadstoffemissionen. So liegen die Staubemissionen im Mittel bei 0,31 g/kWh, die CO-Emissionen bei 7,4 g/kWh und die Emissionen an gasförmigen organischen Schadstoffen (ohne Methan) bei 0,68 g/kWh.
Die Emissionen von Scheitholzkesseln sind niedriger als die von Einzelraumfeuerungsanlagen. Hier liegen die Staubemissionen im Mittel bei 0,117 g/kWh, die CO-Emissionen bei 2,0 g/kWh und die Emissionen an gasförmigen organischen Schadstoffen (ohne Methan) bei 0,07 g/kWh.
Die besten Betriebsbedingungen bzw. die geringsten Emissionen erreichen Feuerungsanlagen, die den Brennstoff – etwa als Pellets – kontinuierlich einer Brennkammer zuführen und die Verbrennungsluft automatisch regeln. Holzpellets sind gepresste, naturbelassene Säge- und Hobelspäne. Sie sind sehr gleichmäßig zusammengesetzt und lassen sich automatisch zünden (häufig über ein Heißluftgebläse).
Verglichen mit anderen Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kamin- oder Kachelöfen haben Pelletöfen im Regelfall eine schadstoffärmere Verbrennung. Eine Besonderheit der Pelletfeuerungen (Pelletöfen und -kessel) ist, dass der Brennstoff automatisch und kontinuierlich aus einem Vorratsbehälter in eine Brennschale im Feuerraum gelangt. Die Brennstoffzufuhr regelt sich abhängig vom Leistungsbedarf. Die Staubemissionen bei Pelletöfen liegen im Schnitt bei 0,097 g/kWh, die CO-Emissionen bei 0,81 g/kWh und die Emissionen an gasförmigen organischen Schadstoffen (ohne Methan) bei 0,007 g/kWh.
Pelletkessel haben verglichen mit Einzelraumfeuerungsanlagen, aber auch mit anderen Festbrennstoffkesseln, die geringsten Emissionen. Die Staubemissionen bei Pelletkesseln liegen im Schnitt bei 0,061 g/kWh, die CO-Emissionen bei 0,51 g/kWh und die Emissionen an gasförmigen organischen Schadstoffen (ohne Methan) bei 0,004 g/kWh. Pelletkessel werden aufgrund ihres Brennstoffhandlings, der Brennstofflagerung sowie ihrer Kompatibilität mit herkömmlichen Wärmeverteilsystemen (Radiatorenheizkörper) am häufigsten dort eingesetzt, wo sie Ölkessel ersetzen sollen. Auf der anderen Seite haben Pelletkessel im Vergleich mit anderen Wärmeerzeugern wie Gas- oder Ölheizungen, aber auch verglichen mit Wärmepumpen, die keine direkten Feinstaubemissionen aufweisen, höhere Feinstaubemissionen. Daher führt der Austausch von Öl- oder Gasheizungen durch Pelletkessel zu höheren Feinstaubemissionen. Darüber hinaus ist die Menge an nachhaltig verfügbarem Holz bereits ausgeschöpft.
Durch eine energetische Sanierung der Gebäudehülle kann der größte Umweltnutzen erzielt werden. Denn durch neue Fenster, eine Dämmung des Daches oder der unteren und oberen Geschossdecke sowie der Fassade kann der Energiebedarf bedeutend gesenkt werden.