UBA aktuell - Nr.: 5/2014
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Liebe Leserin, lieber Leser,
die Verstromung von Braun- und Steinkohle steht in der Kritik – zu Recht. Denn die von ihr verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden und die Subventionen kommen uns teuer zu stehen. Fakten finden Sie in unserem Hintergrundpapier. Aber auch andere umweltschädliche Subventionen belasten den Staatshaushalt. Wir haben erneut Bilanz gezogen. Wo Investitionen gut für Umwelt und Wirtschaft angelegt sind, zeigt das Umweltinnovationsprogramm. Wir stellen Ihnen erfolgreiche Projekte vor.
Interessante Lektüre und eine schöne Weihnachtszeit wünscht
Ihre Pressestelle des Umweltbundesamtes
Nachgezählt
Etwa 27 Prozent der deutschen Grundwasserkörper sind aufgrund zu hoher und/oder steigender Nitratwerte in keinem guten Zustand. Die Einhaltung des Trinkwasser-Grenzwerts von 50 Milligramm Nitrat pro Liter ist zwar noch gewährleistet, wird damit jedoch aufwändiger. Im Körper kann Nitrat unter bestimmten Bedingungen in das gesundheitlich bedenkliche Nitrit umgewandelt werden und die Bildung von als krebserregend geltenden Nitrosaminen begünstigen. Grund für die hohe Nitrat-Belastung des Grundwassers ist vor allem Überdüngung, besonders in Regionen Nordwestdeutschlands, wo durch räumlich konzentrierte Intensivtierhaltung viel Gülle pro Fläche anfällt. Hinzu kommt seit einigen Jahren das Ausbringen von Gärresten aus Biogasanlagen. Wie Deutschland sein Nitrat-Problem in den Griff bekommen kann, erklärt die Kommission Landwirtschaft beim UBA (KLU) in Ihrem neuen Positionspapier zur anstehenden Novellierung der Düngeverordnung.
Was macht eigentlich …
… das UBA Berlin-Marienfelde mit einer Abwasserzuleitung?
Normale Häuser haben einen Anschluss, um Abwasser abzuleiten. Im UBA Berlin-Marienfelde dagegen wird es extra angeliefert – direkt aus dem Leitungsnetz der Berliner Wasserbetriebe. Denn für das UBA ist Abwasser ein wichtiger Forschungsgegenstand. Zentrale Forschungsfragen sind: Welche für Umwelt und Gesundheit unerwünschten Stoffe stecken im Abwasser? Wie lassen sie sich entfernen? Welche Stoffe können wieder genutzt werden und wie (zum Beispiel energetisch)?
Aber auch der Werdegang von Stoffen, die mit (gereinigtem) Abwasser in die Umwelt gelangen, wird in Marienfelde erforscht. Etwa, ob Arzneimittelrückstände, Mikroplastik oder Krankheitserreger während der Passage durch einen Fluss oder Bodenschichten zurückgehalten, abgebaut oder umgewandelt werden oder doch wieder durch den Wasserhahn zu uns Verbrauchern zurückgelangen können. Dafür stehen den rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Doktoranden, Master- und Bachelorstudenten in einer großen Halle und im angrenzenden Freiland künstliche Still- und Fließgewässer, ein Wasserwerk, und so genannte Lysimeter mit verschiedenen Bodentypen zur Verfügung. So ist es möglich, wichtige Abschnitte des „kleinen Wasserkreislaufes“ (Bodenpassage von Niederschlags- und Bewässerungswasser, Grundwasserneubildung, Trinkwassergewinnung und -nutzung, Abwasserbehandlung, Oberflächengewässer) unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Eine neue Broschüre stellt den Forschungsstandort vor.
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Corinne Meunier | corinne.meunier@uba.de
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