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Geco-Lab: Dem Klimawandel begegnen - das Beispiel Auszubildende (klimAZUBI)

- Gewinner Blauer Kompass 2018 -

Im "Geco-Lab, Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung der Abt. Geographie" werden Bildungsangebote zur Anpassung an die regionalen Folgen des Klimawandels für unterschiedliche Zielgruppen und Schwerpunkte (Städte, Land-/Forstwirtschaft, Unternehmen) entwickelt, erprobt und disseminiert. Dazu wurde ein innovativer methodisch-didaktischer Dreiklang aus (1) dem Erkennen von Klimafolgen im Gelände, (2) der vertiefenden Analyse einzelner Phänomene im Labor und (3) der Beurteilung systemischer Zusammenhänge und der Nachhaltigkeit von Anpassungsmaßnahmen mit Hilfe von Modellen und Computersimulationen entwickelt. Im Rahmen des Projekts klimAZUBI werden dazu nachhaltig Anpassungsstrategien an die regional- und branchenspezifischen Folgen des Klimawandels für Unternehmen thematisiert, um so die Bewusstseinsbildung, Beurteilungs- und Handlungskompetenz von Mitarbeiter/innen zu fördern.

Märkte, Produktion und Distribution von Unternehmen sind insbesondere durch Extremereignisse wie anhaltende Hitzeperioden oder zunehmende Starkniederschlagsereignisse betroffen. In dem BMU-geförderten Projekt klimAZUBI werden daher in Kooperation mit ausgewählten Unternehmen der Metropolregion sowie der IHK Rhein-Neckar Lernmodule für Auszubildende als zukünftige betriebliche Akteure und Entscheidungsträger entwickelt, erprobt und optimiert.

Das Konzept beruht auf dem o.g. methodisch-didaktischen Dreiklang hinsichtlich Prozesse in der "natürlichen Umwelt" im Kontext des Klimawandels, der um einen zweiten Dreiklang zur „betrieblichen Umwelt" erweitert wurde, der (1) das Erkennen branchenspezifischer Vulnerabilität, (2) die vertiefende Analyse unternehmensspezifischer Resilienz sowie (3) die Erarbeitung innovativer Anpassungsoptionen an klimabedingte Unternehmensrisiken mittels Design Thinking umfasst. Diese Anpassungsoptionen werden in Hinblick auf ökologische, ökonomische und soziale Konsequenzen mit Hilfe der Szenariotechnik (Best-/Worst-Case) beurteilt.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
Pädagogische Hochschule Heidelberg, Abteilung Geographie - Geco-Lab https://www.geco-lab.de
Kooperationspartner
Im Rahmen des beispielhaften Projekts klimAZUBI kooperiert das Geco-Lab mit folgenden Unternehmen bzw. Institutionen: ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg, HeidelbergCement AG, Heidelberg/Leimen, REWE Markt GmbH, Wiesloch, IHK Rhein-Neckar, Mannheim.

In weiteren Vorhaben zur Klimaanpassung des Geco-Labs wurde ein überregionales Netzwerk von ca. 20 Stützpunktschulen aufgebaut, über das entsprechende Bildungsangebote durchgeführt, erprobt und nachhaltig verankert werden können.

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Dauer der Umsetzung
klimAZUBI 2016-2018, TRANSFER TOGETHER 2018-2022
Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
  • Bund
Das klimAZUBI-Projekt wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert (Förderkennzeichen 03DAS084).

Weiterführende Links

Beteiligung

Unternehmen der Metropolregion sowie IHK Rhein-Neckar (Auszubildende, Ausbilder, HR-, Nachhaltigkeits- und Marketing-Manager, Geschäftsführer Berufsbildung)
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
  • Aufbau von Netzwerken
  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
  • Informationsveranstaltungen
Erläuterung
Unternehmen der Metropolregion sowie IHK Rhein-Neckar (Auszubildende, Ausbilder, HR-, Nachhaltigkeits- und Marketing-Manager, Geschäftsführer Berufsbildung)

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
In den verschiedenen Kursen des Geco-Labs zur Klimaanpassung konnten bisher über 2.500 Schüler/innen und 250 Lehrer/innen erreicht werden. Im beispielhaften Vorhaben klimAZUBI wurden in 15 mehrtägigen Kursen (ca. 35 Kurstage) insgesamt 150 Auszubildende der drei beteiligten Unternehmen erreicht. Auf zahlreichen Konferenzen und Vernetzungstreffen wurde das Lehr-Lern-Konzept des Projekts präsentiert, z.B. zuletzt auf dem Ausbilderseminar der IHK-Rhein-Neckar in Mannheim.
Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
  • Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
  • quantitative Befragung (mittels Fragebögen)
Erläuterung
- Kriterienbasierte Projektevaluation durch den Maßnahmenträger selbst
- Mitarbeit bei der externen Evaluation des Förderprogramms zur DAS
Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
  • Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Zum langfristigen Erhalt des wirtschaftlichen Erfolgs von Unternehmen sind nachhaltige Anpassungsstrategien an die regional- und branchenspezifischen Folgen des Klimawandels notwendig.

Kontaktdaten

Prof. Dr. A. Siegmund, S. Brockmüller, D. Volz
Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Research Group for Earth Observation (rgeo)
Czernyring 22/11-12
69115 Heidelberg
Deutschland
Abteilung
Geographie
E-Mail
siegmund@ph-heidelberg.de
brockmueller@ph-heidelberg.de
volz@ph-heidelberg.de
Telefonnummer
06221/477-771
Faxnummer
06221/477-769

Ort der Umsetzung

Czernyring 22/11-12
69115 Heidelberg
Deutschland

Rhein-Neckar-Kreis

Kategorien

Binnenhochwasser Hitzeperioden Niedrigwasser Starkregen/Sturzfluten Trockenheit Höhere Durchschnittstemperaturen veränderte Niederschlagsmuster Freiwillige Vereinbarung, Kooperation Informationsbereitstellung und Sensibilisierung Umweltbeobachtung und Erforschung von Folgen des Klimawandels Forschungseinrichtung
Kurzlink: https://www.uba.de/n55899de