Chemischer Hintergrund
Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) (CAS-Nummer 355‐46‐4), ihre Salze und PFHxS-verwandte Verbindungen gehören zur Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS oder PFC (per- und polyfluorierten Chemikalien)). PFHxS-verwandte Verbindungen sind Stoffe, die zu PFHxS abbauen können. Hierzu gehören Stoffen (auch Salze und Polymere), die eine fluorierte Alkylgruppe mit dem Bestandteil C6F13SO2 als Strukturelement aufweisen.
Rechtlicher Hintergrund
PFHxS wurde 2022 ohne Ausnahmen in Anhang A (Eliminierung) des Stockholmer Übereinkommens aufgenommen, dies wurde im Mai 2023 durch Aufnahme in die EU POP-Verordnung (EU) 2019/1021 in Europäisches Recht umgesetzt.
Verwendung und Vorkommen in Erzeugnissen und Abfällen
Verwendung
PFHxS, seine Salze und PFHxS-verwandte Verbindungen wurden mindestens in den folgenden Anwendungen beabsichtigt eingesetzt: fluorierte Feuerlöschschäume; Metallbeschichtung; Textilien, Leder und Polstermöbel; Poliermittel und Reinigungs-/Waschmittel; Beschichtungen, Imprägnierung (zum Schutz vor Feuchtigkeit, Pilzen usw.); und bei der Herstellung von Elektronik und Halbleitern. Darüber hinaus wurden sie vermutlich auch für Pestizide und Flammschutzmittel verwendet.
Vorkommen
Die Umweltüberwachung zeigt, dass PFHxS in der Umwelt allgegenwärtig ist. In zahlreichen Studien wurde PFHxS in Kompartimenten wie Oberflächenwasser, Tiefseewasser, Trinkwasser, Kläranlagenabwasser, Sediment, Grundwasser, Boden, Atmosphäre, Staub sowie in Biota und Menschen weltweit nachgewiesen
Umwelt- und Gesundheitsaspekte
PFAS und damit auch PFHxS sind extrem persistent und haben ein hohes Potenzial zur Bioakkumulation und Biomagnifikation. Weiterführende Informationen zu den negativen Eigenschaften von PFAS einschließlich PFHxS für Umwelt und Gesundheit sind nachfolgend verlinkt:
- Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit von PFAS
- Besorgniserregende Eigenschaften von PFAS
- PFAS im Menschen
- PFAS in Flüssen, Seen und Meeren
- PFAS in den Polargebieten
- PFOA in Böden und Grundwasser
Weitere Informationen zu chemischer Identität, Herstellung, Verwendung und Vorkommen sind z.B. im Risikoprofil und in der Risikomanagement-Evaluation zu PFHxS zu finden (siehe Dokument UNEP/POPS/POPRC.14/6/Add.1 und UNEP/POPS/POPRC.15/7/Add.1 unter folgendem Link: Recommendations).


