PRUDENCE - Prediction of Regional scenarios and Uncertainties for Defining European Climate change risks and Effects
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Das Projekt bereitet Informationen über die zukünftige Klimaentwicklung für Entscheidungsträger in den europäischen Regierungen, für Nichtregierungsorganisationen, für die Industrie und für die allgemeine Öffentlichkeit auf und stellt sie zur Verfügung. Dabei sollen auch die möglichen Risiken des Klimawandels bewertet werden.
Obwohl Projektionen über das zukünftige Klima existieren, sind sie mit großen Unsicherheiten behaftet und ist ihre regionale Auflösung noch nicht ausreichend. Die unzureichende Auflösung erschwert eine realistische Simulation von Extremereignissen und die Abbildung detaillierter räumlicher Unterschiede für Klimaparameter wie Temperatur und Niederschlag über heterogene Oberflächen wie die Alpen, den Mittelmeerraum oder Skandinavien.
Ziel des Projekts ist die Koordination der Klimaanalysen und die Darstellung ihres Nutzens für eine hochauflösende Klimamodellierung Europas. Aufgrund der Heterogenität möglicher Klimaänderungen und der damit verbundenen Folgen werden europaweite Expertisen von Klimamodellierern, Klimafolgenforschern sowie von Sozial- und Politikwissenschaften herangezogen, um eine umfassende Nutzbarmachung der gegenwärtig verfügbaren Klimawandelsimulationen sicherzustellen. Zusätzlich erfolgt eine Quantifizierung der Unsicherheiten von Klimaprojektionen und resultierender Klimafolgen für Europa.
Die Analysen umfassen vier hochauflösende Atmosphären-Zirkulations-Modelle, acht regionale Klimamodelle und verschiedene Klimafolgenmodelle. Es werden die IPCC-Emissionsszenarien (SRES) A2 und B2 benutzt.
Hauptprodukt des Projekts ist die PRUDENCE-Datenbank mit Tageswerten der simulierten Klimavariablen aus über 50 Simulationen des Klimas für heute und die Periode 2071-2100. Alle Simulationen haben eine horizontale Auflösung von 50x50 km oder kleiner. Die "Data distribution front page" des Projekts, über die die Klimadaten und ihre Beschreibung bezogen werden können, findet sich unter http://prudence.dmi.dk/public/DDC/index.html.
Häufigkeit und Ausmaß extremer Wetterereignisse aufgrund höherer Temperaturen, intensiviertem hydrologischem Kreislauf und verstärkten atmosphärischen Prozessen.
Klimafolgen werden für die hydrologischen Prozesse von z.B. Rhein und Ostsee, für die Landwirtschaft, für die Forstwirtschaft und für ökologische Zusammenhänge betrachtet.
Die Ergebnisse können die Entwicklung von notwendigen Anpassungsstrategien unterstützen, da sie den Bedarf für Anpassungsstrategien verdeutlichen.
5. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union
Dänisches Meteorologisches Institut, Kopenhagen, Dänemark
Kooperation in Deutschland: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Institut für Physik der Atmosphäre; GKSS Forschungszentrum Geesthacht GmbH, Küstenforschungsinstitut; Max-Planck-Institut für Meteorologie (insgesamt 21 europäische Partner)
Dänisches Meteorologisches Institut
Lyngbyvej 100
DK-2100 Kopenhagen